Programm September/Oktober 2016


06.09.   20:15 Uhr   Der Schamane und die Schlange (OmU)

13.09.   20:15 Uhr   Mittwoch 04:45

20.09.   20:15 Uhr   M - Eine Stadt sucht einen Mörder

27.09.   20:15 Uhr   Fritz Lang

 

04.10.   20:15 Uhr   Zeit der Kannibalen

11.10.   20:15 Uhr   Robert Altman's Last Radio Show (OmU)

18.10.   20:15 Uhr   Nomaden des Himmels

25.10.   20:15 Uhr   Wer ist Oda Jaune?

 

01.11.   20:15 Uhr   Trash Detective


Di. 6.9.2016, 20:15 Uhr

Der Schamane und die Schlange (OmU)

 

Spielfilm

Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der seltenen Pflanze. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf dem Amazonas auf den Weg ins Herz der Finsternis…

In grandiosen Bildern erzählt „Der Schamane und die Schlange“ von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung. Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film wurde auf dem Cannes Filmfestival mit dem C.I.C.A.E. Award ausgezeichnet.

„Eine faszinierende Reflexion über Mensch, Natur und die destruktive Macht des Kolonialismus“ Filmfest München

 

CO/VE/AR 2015 | 124’ | FSK: 12 R: Ciro Guerra B: Ciro Guerra u.a. D: Jan Bijvoet, Brionne Davis, Nilbio Torres u.a.


Di. 13.9.2016, 20:15 Uhr

Mittwoch 04:45

 

Spielfilm

Familienvater Stelios liebt Musik und hat seine Berufung gefunden. In Athen betreibt er seinen eigenen Jazz-Club, den er mit viel Hingabe pflegt. Um seinen Club zu renovieren, hatte sich Stelios vor einigen Jahren Geld von einem Rumänen geliehen. Als die Finanzkrise Griechenland erreicht, kann Stelios seinen Kredit nicht zurückzahlen. Ihm wird klar, dass sein Kreditgeber nicht so harmlos ist wie er es sich gewünscht hat. Der Rumäne gibt ihm einen Tag, um seine Schulden zu begleichen, wenn er den Kredit nicht mit seinem Leben bezahlen möchte. Immer tiefer gerät Stelios in die Unterwelt der Finanzkrise, die bald seine gesamte Existenz bedroht. Nur noch ein paar Stunden bleiben ihm, um sein Leben und seine Familie zu retten.

Mit einem bitteren, satirischen Humor wirft „Mittwoch 04:45“ einen Blick in die tiefenpsychologische Verfasstheit des homo oeconomicus mitten in einer der fundamentalsten wirtschaftlichen Krisen in der Geschichte des Kapitalismus - der Wirtschaftskrise im Griechenland der unmittelbaren Gegenwart.

 

GR/D/IL 2015 | 117‘ | FSK: 12 | R/B: Alexis Alexiou | D: Stelios Mainas, Dimitris Tzoumakis, Mimi Branescu  u.a.    


Di. 20.9.2016, 20:15 Uhr

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

 

Spielfilm

Fritz Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den „Abartigen“ im Namen des „gesunden Volksempfindens“ gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später als subversiv angeprangert.

Ein psychopathischer Kindermörder verängstigt die Bevölkerung, narrt die Polizei und versetzt auch die Unterwelt in Aufregung. Während ein Kommissar dem Täter durch Indizien auf die Spur kommen will, sendet die Bettler- und Ganovenorganisation ihre Spitzel aus. In die Enge getrieben, flieht der Mörder in ein Sparkassengebäude, wo er von den Verbrechern gestellt wird....

 

D 1931 | 112’ | FSK: o.A. | R: Fritz Lang | B: Thea von Harbou u.a. | D: Peter Lorre, Otto Wernicke, Gustaf Gründgens u.a.


Di. 27.9.2016, 20:15 Uhr

Fritz Lang

 

Spielfilm

Auf der Suche nach einem passenden Stoff für seinen ersten Tonfilm reist der Star-Regisseur Fritz Lang 1930 von seinem turbulenten Umfeld in Berlin nach Düsseldorf, um bei den polizeilichen Ermittlungen des bekannten Kriminalrats Gennat über den brutalen Serienmörder Peter Kürten dabei zu sein. Doch in der fremden Umgebung wird er im Strudel der Ereignisse von seiner Vergangenheit eingeholt und steht vor unerwarteten Abgründen: seinen eigenen und denen in uns allen.

„Fritz Lang“ ist ein Kinospielfilm über einen der größten Regisseure der Filmgeschichte und die Entstehung seines Meisterwerks „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. Eine furiose Mischung aus Legende und Tatsachen, packend inszeniert von Gordian Maugg als Kriminal-Thriller in Schwarz-Weiß.

 

„Heino Ferch ist die perfekte Besetzung für diesen Fritz Lang [...] kein heroisches Übergenie, sondern ein Getriebener hinter der Maske eines Snobs.“  Rudolf Worschech, epd-Film

 

D 2016 | 104‘ | FSK: 12 | R/B: Gordian Maugg | B: Alexander Häusser | D: Heino Ferch, Thomas Thieme, Samuel Finzi u.a.


Di. 4.10.2016, 20:15 Uhr

Die Zeit der Kannibalen

 

Spielfilm

Öllers und Niederländer haben alles im Griff. Seit sechs Jahren touren die erfolgreichen Unternehmensberater durch die dreckigsten Länder der Welt, um den Profithunger ihrer Kunden zu stillen. Ihr Ziel scheint nah: endlich in den Firmenolymp aufsteigen, endlich Partner werden!

Als sie erfahren, dass Teamkollege Hellinger den ersehnten Karriereschritt gemacht hat, liegen die Nerven blank. Denn „up or out“ ist das Prinzip. Dass Hellinger sich bald aus ungeklärten Gründen aus dem Bürofenster stürzt, hilft ihnen auch nicht weiter.

Öllers und Niederländer sind genervt, Sarkasmus macht sich breit, Neurosen brechen aus. Der Kampf um das Überleben in der Company geht an die Substanz – die Zeit der Kannibalen bricht an.

In der luxuriösen und gleichsam sachlich konstruierten Szenerie von Luxushotels in der Dritten Welt zeichnet Johannes Neber ein Spiegelbild der Global Economy und ihren schlimmen Auswüchsen:  Gleichgültigkeit und Profitgier.    

 

D 2014 | 96' | FSK: 12 | R: Johannes Naber | B: Stefan Weigl | D: Sebastian Blomberg, Devid Striesow, Katharina Schüttler u.a.    


Di. 11.10.2016, 20:15 Uhr

Robert Altman's Last Radio Show (OmU)

 

Spielfilm

Robert Altmans letzter Film. Die nostalgisch anmutende Radioshow „A Prairie Home Companion“ erlebt ihr 30-jähriges Jubiläum – doch es gibt nur wenig Grund zur Freude: Das Theater, in dem die Show stattfindet, soll einem neuen Parkhaus Platz machen.

Dies hält Moderator Garrison Keillor und seine Gäste aber nicht davon ab, noch einmal alles zu geben. Die singenden Cowboys Dusty (Woody Harrelson) und Lefty (John C. Reilly) präsentieren ihre leicht schlüpfrigen Lieder, die Schwestern Yolanda (Meryl Streep) und Rhonda Johnson (Lily Tomlin) singen Sentimentales und Moderator Keillor vollführt seine souveräne Wortakrobatik.

Hierzulande nicht jedem bekannt: A Prairie Home Companion gibt es wirklich und immer noch wird jede Woche eine Show vor Publikum präsentiert und produziert. Gastgeber und Moderator war bis ins Frühjahr diesen Jahres tatsächlich Garrison Keillor, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. In Web finden Sie die reale Show unter prairiehome.org.    

 

USA 2006 | 105‘ | FSK: o.A. | R: Robert Altman | B: Garrison Keillor u.a. | D: Meryl Streep, Lily Tom­lin, Tommy Lee Jones, Garrison Keillor u.v.a.    


Di. 18.10.2016, 20:15 Uhr

Nomaden des Himmels

 

Spielfilm

Eine Nomadenfamilie lebt zurückgezogen mit ihren Pferden in der berauschenden, von Bergschluchten geprägten Landschaft Kirgistans: ein alter Hirte und seine Frau, deren verwitwete Schwiegertochter Shaiyr und ihre kleine Enkelin Umsunai.

Eines Tages taucht der Meteorologe Ermek auf, und er baut seine Mess-Station direkt neben Shaiyrs Zuhause auf. Die beiden verlieben sich und Shaiyr beginnt sich für ein neues Leben in der Stadt zu interessieren. Und Shaiyrs Sohn, der in der Stadt studiert, bestürmt die Nomaden mit Geschichten aus dem modernen Leben. Und schließlich tauchen in der Nähe die ersten Baumaschinen auf, die ein anderes Zeitalter ankündigen...

Erzählt im sanften Rhythmus des Nomadenlebens, nimmt uns Regisseur Mirlan Abdykalykov mit auf eine Zeitreise in das so leicht verwundbare Herz einer Familie. In weit ausgreifenden Bildern von großer Sinnlichkeit verwebt der Film eine Welt der gelebten Traditionen mit dem leisen Anbruch einer neuen Zeit.

 

KG 2015 | 78’ | FSK: 0 | R: Mirlan Abdykalykov | D: Taalaïkan Abazova, Tabyldy Aktanov, Jibek Baktybekova u.a.    


Di. 25.10.2016, 20:15 Uhr

Wer ist Oda Jaune?

 

Dokumentation

Sie malt verwachsene, verstümmelte Menschen, sie malt Nackte ohne Geschlecht, Köpfe ohne Gesicht. Verstörende Bilder, die wehtun. Und sie malt Menschen im Glück, Menschen im Paradies, Menschen, die fliegen können. Zarte Bilder, die anrühren. Sie heißt Oda Jaune, stammt aus Bulgarien (*1979), hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, wurde Meisterschülerin bei Jörg Immendorff – und dessen Ehefrau.

Es gilt Umwege und Auswege zu finden, um die filmische Annäherung an die Malerin zu ermöglichen. Ein ungewöhnliches Frage-Antwort-Spiel – angelehnt an den berühmten Marcel Proust-Fragebogen – gehört ebenso dazu, wie Besuche bei Menschen, die sich mit Oda Jaunes Bildern auseinandersetzen.

„Wer ist Oda Jaune?“  ist ein Film über eine Malerin und ihre Bilder. Ein nahes, zunehmend intimes Portrait einer jungen Frau, die ihre Vergangenheit hinter sich lassen musste, um ihre Zukunft zu finden.   

 

D 2016 | 77‘ | FSK: 0 | Dokumentation von Kamilla Pfeffer


Di. 1.11.2016, 20:15 Uhr

Trash Detective

 

Spielfilm

In dem schwäbischen Dorf Matringen kennt jeder den Schrottbastler, Außenseiter und Trinker Uwe, aber keiner glaubt dem Schwätzer ein Wort, auch nicht, als Uwe davon überzeugt ist, einen Mord an der örtlichen Schönheitskönigin Susi Berger beobachtet zu haben. In seiner Ahnung alleingelassen, nimmt Uwe die Ermittlungen auf eigene Faust auf und dringt immer tiefer in die dunklen Wahrheiten ein, die unter der Kleinstadtidylle Matringens vergraben liegen.

 

„… lustvoll wahnwitzige Krimikomödie mit Anleihen an „Twin Peaks“ und Wolf Haas‘ Brenner-Romane …“ Spiegel.de

 

„… eine Art schwäbisches ’Fargo’…" Die Welt

 

„Regisseur Maximilian Buck ist ein überzeugendes Krimi-Genrestück gelungen. Er zeigt, dass Dialekt nicht bieder sein muss, er kann auch erfrischend anarchisch sein.“ SWR 2    

 

D 2015 | 106’ | FSK: 16 | R: Maximilian Buck | B: Michael Glasauer | D: Rudolf Waldemar Brem, Sebastian Fritz, Therese Hämer u.a.