Programm Mai/Juni 2016


03.05.   20:15 Uhr   Hello I am David! Eine Reise mit David Helfgott (OmU)

10.05.   20:15 Uhr   Unter der Haut (OmU)

17.05.   20:15 Uhr   Im Keller

24.05.   20:15 Uhr   Boulevard

31.05.   20:15 Uhr   Dämonen und Wunder - Dheepan

 

07.06.   20:15 Uhr   Macbeth

14.06.   20:15 Uhr   Der Kuafür aus der Keupstraße

21.06.   20:15 Uhr   Cemetery of Splendor (OmU)

28.06.   20:15 Uhr   Sture Böcke (OmU)


Di. 3.5.2016, 20:15 Uhr

Hello I am David! Eine Reise mit David Helfgott

 

Dokumentation

Schulmaterial auf Anfrage verfügbar, bitte schicken Sie uns eine Nachricht über Kontakt.

Nicht erst seit der Oscar-prämierte Film „Shine - Der Weg ins Licht" seine Geschichte erzählte, ist David Helfgott als einzigartige Künstlerpersönlichkeit weltberühmt. Cosima Lange ist ein berührender Film über den Ausnahme-Pianisten gelungen, dessen Wunderkind-Karriere nach einem Nervenzusammenbruch zuende schien. Wir erleben David Helfgott in all seiner ansteckenden Emotionalität und Impusivität – und vor allem in seiner Musik. Eine berührende Liebeserklärung an die Musik und das Leben!

Regisseurin Cosima Lange begleitet Dafid Helfgott auf seiner Konzertreise mit den Stuttgarter Symphonikern durch Europa und lässt uns teilhaben an seinem faszinierenden Universum. Helfgott spielt stets, was er fühlt, er spricht aus, was er denkt, er berührt die Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Kaleidoskop seiner Persönlichkeit entsteht: Pur und unmittelbar im Spiel und im Sein.

„Das Portrait eines glücklichen Menschen in einem der schönsten Musikfilme seit langem!“ SWR2

 

D 2015 | 100’ | FSK: 0 | OmU | R/B: Cosima Lange | Mit David & Gillian Helfgott, Nils Ruben, Matthias Foremny u.a.


Di. 10.5.2016, 20:15 Uhr

Unter der Haut

 

Spielfilm

Der sensibel inszenierte Schweizer Debütfilm erzählt die gefühlvolle Geschichte des Familienvaters Frank, der mit seinem Coming Out das Leben seiner Frau und der 3 Kinder gehörig durcheinander bringt. Frank ist seit 18 Jahren mit Alice verheiratet, sie haben gemeinsam zwei Teenager und ein kleines Mädchen und sind eben dabei, in ein neues Haus einzuziehen. Der Zuschauer befindet sich immer mittendrin im Geschehen und spürt daher schnell, dass die heile Kulisse Risse hat. Denn Frank verliebt sich in einen Mann. Als Alice zufällig auf dem Familien-PC auf gespeicherte Schwulenseiten stößt, denkt sie zunächst, ihr Sohn hat verborgene Sehnsüchte.

Eigentlich ist ihr schnell alles klar – die zunehmende Spannung wird vor allem aufgebaut durch Alices verzweifelte Versuche, das Verlangen ihres Mannes zu einem anderen Mann zuerst nicht wahrzunehmen und dann zu verdrängen, aber sie gibt nicht kampflos auf.

Ein durch und durch menschlicher Film, der zeigt, wie erst die eine Liebe verblasst und dann eine neue erblüht.   

 

CH 2015  | 94' | FSK: 12 | OmU | R/B: Claudia Lorenz | B: Rolando Colla | D: Ursina Lardi, Dominique Jann, Antonio Buil, Linda Olsansky u.a.


Di. 17.5.2016, 20:15 Uhr

Im Keller

 

Dokumentation

Welche Wahrheiten verstaut der Mensch im Allgemeinen und der Österreicher im Speziellen im Keller?

Menschen und ihre Keller haben ein ganz besonderes Verhältnis. Was seine Landsleute  in ihren Kellern und in ihrer Freizeit so tun, erzählt der letzte Film von Ulrich Seidl.

Ob unterirdisch, hinter schweren Türen verborgen oder durch steile Treppen in ein alltägliches Jenseits gerückt – in Kellern lauern und lagern Sehnsüchte und Obsessionen, Blasmusik und Opernarien, teure Möbel und billige Herrenwitze.

 Ulrich Seidl erzählt tragische wie komische Geschichten von Sexualität und Schussbereitschaft, Fitness und Faschismus, Peitschenschlägen und Puppen.

Nach seiner großangelegten „Paradies“-Trilogie kehrt Ulrich Seidl mit „Im Keller“ zur dokumentarischen Form zurück und nimmt uns mit auf eine schrecklich unterhaltsame Nachtmeerfahrt durch das Souterrain der Wohnzimmerseelen. 

 

AU 2014 | 85’ | FSK: 16 | R/B: Ulrich Seidl | Mit Fritz Lang, Alfreda Klebinger, Manfred Ellinger, Inge Ellinger u.a.


Di. 24.5.2016, 20:15 Uhr

Boulevard

 

Spielfilm

Der letzte große dramatische Film mit Robin Williams in der Hauptrolle.

Der preisgekrönte Regisseur Dito Montiel führt uns in eine Welt, in der die Protagonisten trotz aller urbanen Tristesse Hoffnung schöpfen dürfen.

Nolan führt ein bequemes, ereignisloses Leben. Er hat einen gut bezahlten, fordernden, aber nicht gerade außergewöhnlichen Job in einer Bank in Nashville und teilt sein Zuhause mit seiner reizenden, aber anspruchslosen Frau Joy. Tagtäglich verrichten sie zusammen die häuslichen Arbeiten, bevor sie abends in getrennten Schlafzimmern zu Bett gehen. Doch eines Tages bricht Nolan mit seiner üblichen Routine: Nachdem er seinem Vater im Altersheim einen Besuch abgestattet hat, fährt er zu einem Boulevard in der Stadt, wo sich zahlreiche Stricher aufhalten. So lernt Nolan einen jungen Mann namens Leo kennen, an dem er rasch großes Interesse entwickelt. Weil Nolan mehr und mehr Zeit mit Leo verbringt, erkennt er, dass er sich seiner eigenen Lebenslüge stellen sollte. Er hat sich in Leo verliebt.  

 

USA 2014 | 88’ | FSK: 12 | R/B: Dito Montiel | D: Robin Williams, Roberto Aguire, Bob Odenkirk, Kathy Baker u.a. 


Di. 31.5.2016, 20:15 Uhr

Dämonen und Wunder - Dheepan

 

Spielfilm

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„Dämonen und Wunder“ erzählt die Geschichte des ehemaligen Freiheitskämpfers Dheepan, der vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Frankreich flüchtet. In einem heruntergekommenen Pariser Vorort lebt er nun zum Schein mit einer ihm fremden jungen Frau und einem kleinen Mädchen, weil die gefälschten Pässe sie als Familie ausgeben. In ihrem Kampf um Anpassung und Hoffnung geraten sie mitten in einen blutigen Bandenkrieg.

Nach „Der Geschmack von Rost und Knochen“ und „Ein Prophet“ erzählt Regisseur Jacques Audiard eindringlich und kunstvoll zugleich eine packende Geschichte von aktueller Brisanz. Der bildgewaltige Thriller besticht durch die authentische Darstellung eines von Krieg und Gewalt traumatisierten Mannes, der für die Würde seiner Familie alles zu tun bereit ist. Beim Filmfestival von Cannes 2015 wurde „Dämonen und Wunder“ mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Der deutsche Titel verweist auf Jaques Préverts Gedicht „Sables mouvants“, das im Film eine wichtige Rolle spielt. 

 

F 2015 | 115‘ | FSK: 16 | R: Jacques Audiard | B: Noé Debré u.a. | D: Jesuthasan Antonythasan, Kalieaswari Srinivasan u.a.


Di. 7.6.2016, 20:15 Uhr

Macbeth

 

Spielfilm

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Schottland im Mittelalter: Nach einer siegreichen Schlacht beginnt der unaufhaltsame Aufstieg des machthungrigen Heerführers Macbeth. Verführt von einer mysteriösen Prophezeiung und angetrieben von seiner ehrgeizigen Frau, ermordet Macbeth seinen König Duncan um selbst den Thron von Schottland zu besteigen. Sogar seinen treuen Freund und Mitwisser Banquo lässt er beseitigen. Doch je brutaler seine Schreckensherrschaft wird, desto mehr plagen Macbeth und seine Frau die Dämonen ihrer Schuld.

Der Königsmörder und seine machtgierige Frau: Kaum ein Werk fasziniert seit Jahrhunderten so wie Shakespeares Tragödie vom Aufstieg und Fall Macbeths. Von den Produzenten des weltweiten Kinohits „The King’s Speech“ kommt eine opulente neue Verfilmung, in welcher der Oscar-nominierte Michael Fassbender („X-Men“, „Shame“) und Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard („Der Geschmack von Rost und Knochen“) das wohl berühmteste Tyrannenpaar der Weltliteratur neu interpretieren.

 

GB 2015 | 113‘ | FSK: 12 | R: Justin Kurzel | B: Jacob Koskoff u.a. | D: Michael Fassbender, Marion Cotillard u.a. 


Di. 14.6.2016, 20:15 Uhr

Der Kuaför aus der Keupstraße

 

Spielfilm/Dokumentation

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Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Der Film rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund  (NSU) zugeordnet.

Auf eindrückliche Weise zeigt „Der Kuaför aus der Keupstraße“, wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.

Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.

 

D 2015 | 92’ | FSK: 0 | R/B: Andreas Maus | D: Taner Sahintürk, Atilla Öner, Sesede Terziyan u.a.


Di. 21.6.2016, 20:15 Uhr

Cemetery of Splendor

 

Spielfilm

Apichatpong Weerasethakul ist ein mehrfach ausgezeichneter Filmemacher und Künstler und gewann als erster thailändischer Regisseur die Goldene Palme in Cannes (2010). Seine Geschichten beruhen auf Mythen und Erinnerungen. Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit existieren bei ihm nicht. Das Leben der Einwohner im Norden Thailands, wo „Cemetery of Splendor“ spielt, ihr Glaube an die Seelenwanderung zwischen Menschen, Pflanzen, Tieren und Geistern sind wiederkehrende Themen von Weerasethakuls Filmen.

In einer früheren Schule, jetzt als Klinik genutzt, liegen Soldaten, die an einer mysteriösen Schlafkrankheit leiden. Zwei Frauen, Jenjira und Keng, wachen mit besonderer Sorgfalt über die schlafenden Männer. Als Jen bei einem Soldaten ein Notizbuch mit fremden Schriften und kryptischen Skizzen entdeckt, deutet einiges auf einen Zusammenhang zwischen dem rätselhaften Schlaf-Syndrom der Soldaten und dem mythischen alten Ort, der unterhalb der Klinik liegt, hin.    

 

THA/GB/F/D 2015 | 122’ | FSK: 0 | OmU | R/B: Apichatpong Weerasethakul | D: Jenjira Pongpas Widner, Banlop Lomloi u.a.


Di. 28.6.2016, 20:15 Uhr

Sture Böcke

 

Spielfilm

In einem abgelegenen Tal Islands leben die zwei Brüder Gummi und Kiddi  auf benachbarten Bauernhöfen. Sie hüten Schafe, sind meisterhafte, mit Preisen ausgezeichnete Schäfer – aber haben seit 40 Jahren nicht miteinander gesprochen. Sture Böcke eben.

Als eine tödliche Krankheit bei Kiddis Schafen ausbricht, ist das ganze Tal bedroht. Denn die verhassten Behörden entscheiden, dass alle Schafe dieser Region erlegt werden müssen, um einen weiteren Ausbruch zu verhindern.

Für die Brüder und die anderen Bauern des Tals wäre ein Verlust ihrer Herden existenzvernichtend, da sie seit jeher von den Tiererzeugnissen leben. Also versuchen die Eigenbrötler, der Bedrohung auf ihre jeweils eigene Art zu begegnen: Gummi mit seinem Verstand und Kiddi mit der Waffe.

Aber um den Behörden wirkungsvoll entgegentreten zu können, müssen die Brüder sich endlich wieder zusammenraufen, um ihre spezielle, jahrhundertealte Rasse zu retten und letztlich auch sich selbst.    

 

ISL/DK 2015 | 93’ | FSK: 6 | OmU | R/B: Grímur Hákonarson | D: Sigurður Sigurjónsson, Theodór Júlíusson, Charlotte Bøving u.a.