Programm Mai/Juni 2015


05.05.   20:15 Uhr   Tanz! Heilbronn: Man for a Day

12.05.   20:15 Uhr   Yaloms Anleitung zum Glücklichsein

19.05.   20:15 Uhr   Das Salz der Erde

26.05.   20:15 Uhr   Schießen Sie auf den Pianisten

 

02.06.   20:15 Uhr   Fraktus

09.06.   20:15 Uhr   Mommy

16.06.   20:15 Uhr   Le Capital

23.06.   20:15 Uhr   Altman

30.06.   20:15 Uhr   Standing in the Shadows of Motown

Danach: Sommerpause im Juli und August...


Dienstag 5. Mai 2015, 20:15 Uhr

Begleitend zu TANZ! Heilbronn: 
Man for a Day

 

Dokumentation

Die weltweiten Auftritte und Workshops der Gender-Aktivistin Diane Torr sind legendär. Das große Thema der Performance-Künstlerin seit inzwischen über 30 Jahren: das theoretisch-künstlerische und pragmatisch-handfeste Experimentieren mit Aspekten geschlechtli-cher Identität. Katarina Peters beobachtete den Verlauf eines Berliner Workshops von Diane Torr, in dem eine Gruppe aufgeschlossener Frauen sich mit den Geheimnissen des Mannseins vertraut macht. Was macht einen Mann zum Mann, was eine Frau zur Frau? Wo und wann wird die geschlechtliche Identität formatiert? Was ist natürlich, was ist antrainiert? Jeder von Torrs Workshops ist ein soziales Labor-Experiment mit offenem Ausgang für die Teilnehmerinnen: Ist es möglich, über das selbstbewusste Durchspielen unterschiedlicher Rollenmuster Freiheiten zu schaffen und Grenzen zu überschreiten bezüglich genuin männlicher, respektive weiblicher Eigenschaften?

 

D/GB/F 2012 / 97’ / FSK: 6 / R/B: Katarina Peters 


Dienstag 12. Mai 2015, 20:15 Uhr

Yaloms Anleitung zum Glücklichsein

 

Dokumentation

Der 83-jährige Psychiater und Bestsellerautor  Irvin D. Yalom ist der wohl bedeutendste Vertreter der existentiellen Psychotherapie. Eine faszinierende Persönlichkeit, die uns nicht nur auf die Suche nach den Tiefen und Untiefen der menschlichen Psyche mitnimmt, sondern auch intime Einblicke in sein eigenes Innen­leben gibt. In „Yaloms Anleitung zum Glücklichsein“ lässt er uns an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben und gibt uns Antworten auf Fragen, die uns alle bewegen: Wie lebe ich ein glückliches und erfülltes Leben? Wie führe ich eine harmonische Beziehung? Und wie kann ich alte Verhaltensmuster durchbrechen und mein eigenes Selbst finden?

„Yaloms Anleitung zum Glücklichsein“ weckt die Leidenschaft, sich und andere besser zu verstehen und inspiriert den Zuschauer dazu, nie die Neugier auf sich selbst zu verlieren – denn dazu ist es nie zu spät!

Das Werk von Irvin D. Yalom, dem einflussreichsten Psychotherapeuten der USA, dreht sich um menschliche Beziehungen und den Wert der Selbsterkenntnis.

 

CH 2014 / 77’ / FSK: 0 / R/B: Sabine Gisiger / mit Irvin D. Yalom, Marilyn Yalom, Susan Hoerger, Larry Hatlett u.a.


Dienstag 19. Mai 2015, 20:15 Uhr

Das Salz der Erde

 

Dokumentation

In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte, interna-tionaler Konflikte, Hungersnöte und Vertreibung. Der Belastung dieser Themen versuchte Salgado durch die Arbeit an einem neuen gigantischen Fotoprojekt zu entfliehen: „Genesis“. Mit seiner Kamera widmet er sich seit nunmehr fast einem Jahrzehnt den paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

„Das Salz der Erde“ präsentiert Sebastião Salgados Leben und Arbeit aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und ein großer Filmemacher unserer Zeit.

 

BRA/F 2014 / 110‘ / FSK: 12 / R/B: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado / mit Sebastião Salgado, Wim Wender, Juliano Reibeiro Salgado u.a.


Dienstag 26. Mai 2015, 20:15 Uhr

Schießen Sie auf den Pianisten

 

Spielfilm

Früher war Charlie Kohlerein begabter Konzertpianist und mit der wunderschönen Theresa verheiratet. Doch seine Karriere gründete nur auf der Tatsache, dass sich seine Frau einem einflussreichen Mann hingegeben hat. An diesem Verkauf ihrer Würde verzweifelnd, nahm sie sich das Leben. Charlie gab daraufhin seine Karriere auf und heuerte als Musiker in der Bar an.

Der schüchterne Musiker freundet sich mit der schönen Kellnerin Lena an und schon bald werden die beiden ein Paar, und Charlie findet langsam ins Leben zurück. Doch als sich einige Jahre später ein Unglück ereignet und Charlie zusammen mit Lena fliehen muss, offenbaren sich weitere Schatten der Vergangenheit. Sie treffen auf Charlies Brüder, die einen Kleinkrieg mit einer Gangsterbande angezettelt haben und das flüchtige Paar geradewegs mit hineinziehen.

Ein weiterer Klassiker des brillanten Französischen Regisseurs Francois Truffaut, nach dem Roman „Down There“ des amerikanischen Schriftstellers David Goodis.

 

F 1960 /  80’ /  FSK: o.A. / R/B: François Truffaut / B: Marcel Moussy / D: Charles Aznavour, Marie Dubois, Nicole Berger  u.a.


Dienstag 2. Juni 2015, 20:15 Uhr

Fraktus

 

Mockumentary

Von Westbam bis Scooter, von Blixa Bargeld bis Dieter Meier: Die Musik-Szene ist sich einig - Fraktus waren es. Fraktus haben Techno erfunden. Haben seine Ästhetik, seine Klangrevolte, seine Technik vorweggenommen. Aber dennoch sind Fraktus ein Mythos geblieben. Trotz vielversprechender Anfangserfolge in den 80er-Jahren und ihrem einzigartigen Sound. Zwar enorm einflussreich und hochgeschätzt von Szene-Kollegen weltweit, aber als Band vor über 25 Jahren im Streit auseinander gegangen und heute nur noch Insidern ein Begriff. Was wurde aus ihnen? Was machen die drei heute? Kann es ein Comeback dieser Pioniere geben? Der Film spürt die drei grundverschiedenen Musiker auf: In Hamburg, in Brunsbüttel und auf Ibiza findet Musikproduzent Roger Dettner die deutschen Techno-Urväter. Und ihm gelingt die pop-historische Sensation: Er bringt sie an einen Tisch und wieder ins Studio. Nach 25 Jahren schließt sich ein Kreis: Geschichte vergisst wahre Erfinder nie. Selbst Fraktus nicht.

 

D 2012 /  95‘ / FSK: 12 / R/B: Lars Jessen / D: Rocko Schamoni, Jacques Palminger, Heinz Strunk, David Striesow, u.a.


Dienstag 9. Juni 2015, 20:15 Uhr

Mommy

 

Spielfilm

Die resolute Diane liebt ihren 15-jährigen Sohn Steve über alles, obwohl er sie mit seinen extremen Wut- und Gewaltausbrüchen in den Wahnsinn und in den Ruin treibt. Seit dem Tod seines Vaters hat Steve eine Reihe von Heimen für schwer erziehbare Kinder durchlaufen. Nun kommt er zurück zu seiner Mutter, weil niemand sonst mit ihm fertig wird. Mit seinem fordernden Anspruch auf die Rolle des Mannes im Haus und seiner überbordenden Liebe zu ihr stellt er sie auf die Probe. Dabei ist Diane auch ohne ihren unbändigen Sohn längst überfordert mit sich und der Welt.

Mit ungeheurer Wucht erzählt „Mommy“ von einer außergewöhnlichen Mutter-Sohn-Beziehung, in der Zärtlichkeit und Brutalität nur einen Herzschlag voneinander entfernt sind. Mit großem stilistischen Wagemut und viel Liebe zu seinen Figuren feiert Regiewunderkind Xavier Dolan die Möglichkeiten des Kinos. In Cannes begeisterte der Film Kritiker und Publikum gleichermaßen und wurde 2014 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.    

 

CAN 2014 / 138‘ / FSK: 12 / R/B: Xavier Dolan / D: Antoine-Olivier Pilon, Anne Dorval, Suzanne Clément, Patrick Huard, u.a.


Dienstag 16. Juni 2015, 20:15 Uhr

Le Capital

(frz. Originalfassung mit dt. Untertiteln)

 

Spielfilm

Marc Tourneuil wird plötzlich zum neuen Kopf der französischen Phoenix Bank und sieht sich direkt mit der drohenden Übernahme durch Dittmar Rigule von einem amerikanischen Hedge-Fonds-Unternehmen konfrontiert. Diese ruft den rücksichtslosen Ehrgeiz, unerbittliche Machtkämpfe, Gier und Täuschung in den Beteiligten hervor. Und dann sorgt auch noch das internationale Supermodel Nassim für ordentlich Ablenkung.

Constantin Costa-Gavras’ Satire über die globale Finanzkrise kam mit reichlich Verspätung erst im Januar 2015 in die deutschen Kinos. Sein Film stellt eine skrupellose Finanzelite, die sich längst jeglicher Kontrolle entzogen hat, und die ohne Skrupel mit Milliarden jongliert, an den Pranger.

Wer glaubt, Costa-Gavras hätte mit beinahe 80 Jahren versöhnliche Töne gefunden, sieht sich getäuscht. Noch immer lodert in ihm die Wut über soziale und gesellschaftliche Missstände, und er wird nicht müde, diese in seinen Filmen ohne Nachsicht aufzugreifen und anzuklagen.    

 

F 2012 / 114’ / FSK: o.A. / OmU / R/B: Constantin Costa-Gavras / D: Gad Elmaleh, Gabriel Byrne, Natacha Régnier, Céline Sallette u.a.    


Dienstag 23. Juni 2015, 20:15 Uhr

Altman

 

Dokumentation

Robert Altmans Leben und seine Karriere waren extrem abwechs-lungsreich. Der legendäre amerikanische Regisseur, zu dessen Werk Klassiker wie „M*A*S*H“, „The Long Goodbye“, „Nashville“ oder „Short Cuts“ gehören, hatte einen großen Einfluss auf das amerikanische Kino. Er prägte nicht nur die Entwicklung der Kunstform Kino, sondern auch den westlichen Zeitgeist. „Altman“, der Dokumentarfilm des kanadischen Regisseurs Ron Mann lässt uns einen Giganten entdecken und feiert das mehr als fünfzig Jahre währende Schaffen eines der wichtigsten und einflussreichsten Regisseure in der Geschichte des amerikanischen Films. Zwischen realistischen Elementen und Stilisierung fand Robert Altman seine eigene Filmsprache und vertrat diese konsequent gegen jeden Widerstand der amerikanischen Filmindustrie.

Ron Mann konnte für seinen Film auf die Unterstützung von Altmans Familie zählen, die ihm zahlreiche Home Movies zur Verfügung stellte.    

 

CAN 2014 / 95’ / FSK: 0 / OmU / R: Ron Man / B: Len Blum / mit Robin Williams, Julianne Moore, Bruce Willis, Elliot Gould u.v.a.    


Dienstag 30. Juni 2015, 20:15 Uhr

Standing in the Shadows of Motown

 

Dokumentation

Sie nahmen mehr #1 Hits auf als Elvis, die Rolling Stones, die Beach Boys und die Beatles zusammen, ihre Musik ist weltberühmt, aber ihre Namen kennen die Wenigsten.

Sie nennen sich die Funk Brothers und bildeten den „Backbeat“ von so gut wie jedem Motown-Song der 60er und frühen 70er Jahre. Gemeinsam mit Marvin Gaye, Stevie Wonder, The Temptations, The Four Tops, Diana Ross and the Supremes u.a. schufen sie einen Hit nach dem anderen.

Sie machten aus Berry Gordys Motown Records einen der legendärsten Plattenkonzerne für schwarze Musik. Seine „Hitsville U.S.A.“ gilt heute als Ikone der amerikanischen Popkultur. Die Geschichte der Funk Brothers hingegen scheint das am besten gehütete Geheimnis der Pop-Musik zu sein.

Paul Justman versucht mit seinem Dokumentarfilm „Standing in the Shadows of Motown“ die Funk Brothers vor dem Vergessen zu bewahren – und das gelingt ihm zweifellos.

 

USA 2002 / 108’ / FSK: o.A. / OmU / R/B: Paul Justman / Mit Johnny Griffith, Chaka Khan, Joan Osborne u.a.