Programm März/April 2014


04.03.   20:15 Uhr   Luise Hires a Contract Killer

11.03.   20:15 Uhr   The Human Scale

18.03.   20:15 Uhr   Scherbenpark

25.03.   20:15 Uhr   Kopfüber

 

01.04.   20:15 Uhr   Ich fühl mich Disco

08.04.   20:15 Uhr   Alexander Granach - Da geht ein Mensch

15.04.   20:15 Uhr   Beware of Mr. Baker

22.04.   20:15 Uhr   Computer Chess

29.04.   20:15 Uhr   Spitzendeal


Di. 4.3., 20:15 Uhr

Louise Hires a Contract Killer

(Louise-Michel)

F 2008, 94’, FKS: 16

R/B: Gustave Kervern, Benoît Delépine

D: Yolande Moreau, Bouli Lanners, Sylvie van Hiel, Mathieu Kassovitz u.a.

 

Gestern gab's noch Geschenke vom Chef. Jetzt steht die Fabrikhalle leer: die Maschinen nach Asien verschifft, die wackere Frauentruppe verschaukelt. Was tun mit der Abfindung? Louise hebt den Finger: „Das reicht für 'nen Profi - lasst uns den Boss abknallen!“

Gesagt, getan. Nur dass Wachmann Michel vom Trailerpark, auf den Louises Wahl fällt, keine Ahnung vom Schießen hat. Und das soll nicht das einzige Problem bleiben, dem sich Louise und Michel stellen müssen.

Eine bitterböse Komödie für alle, die von gierigen Bossen & Bankstern die Nase voll haben!

San Sebastián International Film Festival 2008: Bestes Drehbuch

Sundance Film Festival 2009: Special Jury Prize

 

„Geschmacklos!“                                                                                                     Strandgut

 

„Für wenig Geld realisierte Farce – brutal, absurd und ziemlich witzig!“

                                                                                                                           Kulturspiegel


Di. 11.3., 20:15 Uhr

The Human Scale

 DK 2012, 80’, FSK: 0

R/B: Andreas M. Dalsgaard

 

Mit Jan Gehl, Iqbal Habib, AKM Abul Kalam, Jiang-yan Wang u.a.

Jan Gehl und seine Kollegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Innenstädte großer Metropolen wieder lebenswert zu machen. Ihre Städteplanung zielt auf die Optimierung der Beziehung zwischen gebauter Umwelt und der Lebensqualität ihrer Bewohner. Sie wollen die Großstädte von der Überflutung durch Autos bewahren, Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer schaffen, öffentliche Plätze „zurückerobern”. Prominente Beispiele dafür finden sich in Melbourne, New York, Christchurch (Neu-seeland), Chongqing (China) und Dhaka (Bangladesch).

„The Human Scale“ präsentiert die einzigartigen Möglichkeiten der Städtebauer und Archi-tekten, Visionen von menschlichem und nachhaltigem Stadtleben aufzuzeigen. Regisseur Andreas M. Dalsgaard hat mit „The Human Scale“ ein ästhetisches Experiment geschaffen, einen wichtigen und inspirierenden Film – für alle Seiten: Verantwortliche in der Städteplanung, Architekten, aber auch für das interessierte Kinopublikum.


Di. 18.3., 20:15 Uhr

Scherbenpark

D 2013, 94‘, FSK: 12

R: Bettina Blümner

B: Katharina Kress

D: Jasna Fritzi Bauer, Ulrich Noethen, Max Hegewald u.a.

 

Im Scherbenpark nimmt man sich, was man haben will. Es braucht eine große Klappe und ein dickes Fell, wenn harte Sprüche von der Seite kommen und die eigene Mutter ermordet wird. Sascha ist eine junge Frau, furchtlos, schlau und im Scher-benpark zu Hause. Als in der Zeitung ein Artikel erscheint, der den Mörder ihrer Mutter als geläuterten, reumütigen Sünder dar-stellt, bekommt der verantwortliche Redakteur zunächst Saschas geballte Wut zu spüren. Spontan nistet sich Sascha bei ihm und seinem Sohn Felix im ökologischen Passivenergie-Haus ein.

Doch hier gelten ganz andere Regeln als im Scherbenpark. Sascha fühlt sich sowohl zu Felix als auch zu dem charismatischen Volker hingezogen und eine sanfte Dreiecksgeschich-te entspinnt sich. Regisseurin Bettina Blümner findet für Saschas Geschichte einen warmher-zigen, unprätentiösen Ton und eine Bildsprache, die ohne alle Klischees auskommt. Ihre Großstadtprinzessin lebt in keinem Märchenland, doch auch von der Wirklichkeit lässt sich mit Würde und vor allem mit Witz erzählen.


Di. 25.3., 20:15 Uhr

Kopfüber

D 2013, 93’, FSK: 6

R/: Bernd Sahling

D: Marcel Hoffmann, Fieda-Anna Lehmann, Benjamin Seidel u.a.

 

Am liebsten macht der 10jährige Sascha mit seiner gleichaltrigen Freundin Elli Radtouren und sammelt Geräusche. Oder er bastelt an seinem Fahrrad in der selbstgebauten Werkstatt.

Nicht so gern geht Sascha in die neue Förderschule, die er nun besuchen muss, weil er immer noch nicht lesen und schreiben kann.

Als Sascha mal wieder beim Klauen erwischt wird, holt sich seine Mutter Hilfe beim Jugendamt. Dort erhält sie Hilfe von Frank, der von nun an Sascha im Alltag sowie in der Schule helfen soll. Sascha kann Frank zwar nicht leiden, schätzt ihn aber als eine Art „Bodyguard“.

Als schließlich bei dem Jungen ADHS diagnostiziert wird, beginnt eine emotionale Berg- und Talfahrt.

Regisseur Bernd Sahling rückt in seinem zweiten Kinofilm den Figuren sehr nahe und schildert eindrücklich die ADHS-Erkrankung als täglichen Begleiter im Leben einer ganz normalen Familie.


Di. 1.4., 20:15 Uhr

Ich fühl mich Disco

D 2013, 98‘, FSK: 12

R/B: Axel Ranisch

D: Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christinal Grosse u.a.

 

Turmspringtrainer Hanno Herbst hat sich das mit seinem Sohn irgendwie anders vorgestellt. Denn Florian ist pummelig, ungeschickt, unsportlich und mit Mädchen kann er auch nicht viel anfangen. Flori wiederum ist am glücklichsten wenn sein Papa nicht zu Hause ist. Dann kann er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen und unter der Glitzerkugel tagträumen.

Denn Mama hält die Familie zusammen und beschützt ihre beiden Männer voreinander – und vor sich selbst. Zumindest so lange, bis Mama eines schrecklichen Tages nicht mehr da ist.

Vater und Sohn bleiben plötzlich überfordert zurück und müssen nun selber lernen, miteinander auszukommen. Mit seinem sensiblen Familienfilm „Ich fühl mich Disco“ beweist Regisseur Axel Ranisch auf sehr humorvolle Weise, dass zwei völlig unterschiedliche Menschen zueinander finden können – nicht zuletzt dank der Hilfe von Schlagerstar Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim.


Di. 8.4., 20:15 Uhr

Alexander Granach – Da geht ein Mensch

D 2012, 105‘, FSK: 0

R/B: Angelika Wittlich

 

Mit Juliane Köhler, Samuel Finzi, Gad Granach, Thomas Langhoff u.a.

Der Schauspieler Alexander Granach erobert in der Weimarer Zeit die Berliner Bühnen im Sturm. Er arbeitet mit Bertolt Brecht und Erwin Piscator und wird mit seiner Rolle in Murnaus „Nosferatu“ unvergesslich. Regisseurin Angelika Wittlich geht in ihrem Film auf eine beeindruckende Zeitreise.

Sie beginnt mit seiner Kindheit in Galizien (heute Ukraine), folgt seinen Spuren in Deutschland und den Stationen seines Exils in Polen, der UdSSR, der Schweiz bis nach New York und Hollywood, wo Granach mit Lubitschs „Ninotschka“ seine amerikanische Karriere startet. Über alle Entfernungen hinweg hält er fest an seiner „großen ewigen Liebe“, der Schweizer Schauspielerin Lotte Lieven.

Juliane Köhler und Samuel Finzi lesen aus Granachs Briefen an Lotte und aus seiner Autobiographie „Da geht ein Mensch“ und machen diesen kraftvollen Schriftsteller und Giganten der Schauspielkunst für uns wieder lebendig.


Di. 15.4., 20:15 Uhr

Beware of Mr. Baker

USA 2012 92’, FSK: 12

R/B: Jay Bulger

Mit Ginger Baker, Eric Clapton, Charlie Watts, Carlos Santana u.v.a.

 

Ginger Baker ist der beste Schlagzeuger der Welt! Der „Teufelsschlagzeuger“" ist der exzentrische Mittelpunkt des schlagkräftigen Dokumentarfilms „Beware of Mr. Baker“. Bekannt wurde er mit den Bands „Cream“ und „Blind Faith“, zu sich selbst fand er jedoch erst in den frühen 70ern in Nigeria durch die Be-kanntschaft mit Fela Kutis Afrobeat. Mittlerweile leben der Drum-mer und seine Frau zusammen mit 39 Polo-Ponys in Südafrika.

„Beware of Mr. Baker“ zeigt die Genialität des begnadeten Schlagzeugers ebenso, wie seine aggressive Kraft und die Unberechenbarkeit, mit der er sich durchs Leben trommelte.

Nicht minder ungewöhnlich ist auch die Karriere des Regisseurs Jay Bulger: Ex-Model zum Beispiel für Armani, Calvin Klein, Dolce & Gabbana, Autor für Magazine wie Rolling Stone, New York Magazine, Harper's Bazaar und bekannt für zahlreiche Musikvideos und Werbespots. Als Ex-Boxer schlug er nicht mit Sticks, sondern mit den Fäusten – und doch war er es, dem Ginger Baker am letzten Drehtag das Nasenbein zerschlug.


Di. 22.4., 20:15 Uhr

Computer Chess

USA 2013, 95‘, FSK: 0

R/B: Andrew Bujalski

D: Patrick Riester, Myles Paige, James Curry u.a.

 

Anfang der 1980er lockt ein jährlich stattfindendes Computer-Schachturnier die technisch versierten Könner des königlichen Spiels an: Sie sind klug, männlich und bringen die eigenen, selbst programmierten Computer im Koffer mit, die das Turnier für sie bestreiten. Doch von nun an wird nichts mehr so sein wie vorher.

In ihrem Provinzhotel treffen die Schach-Computer-Spezialisten auf eine esoterische Selbstverwirklichungsgruppe. Während die einen an ihren hochkomplexen und widerspenstigen Maschinen tüfteln, erforschen die anderen die menschliche Seele. Ein Wettstreit zwischen barer Technik und Gefühlen wird entfacht, begleitet von einer mysteriösen Katzenplage.

Regisseur Andrew Bujalski wurde zum zentralen Vertreter einer jungen unabhängigen Filmszene, die wegen Tonfall und Stellenwert der Dialoge als „Mumblecore“ bezeichnet wird.

„Nerds außer Rand und Band… ziemlich nerdy und ganz schön komisch.”        Wired


Di. 29.4., 20:15 Uhr

Spitzendeal

D 2013, 36’ + Rahmenprogramm, FSK: ohne

R/B: Nicolai Köppel

D: Stefan Dittrich, Marc-Oliver Olschewski, Till Maushake, Harald Riegg, Luise Schubert u.a.

 

Das Team um Nicolai Köppel hat sich in Heilbronn gefunden: Musiker, bildende Künstler, Schauspieler, Tontechniker, Schriftsteller. Der Film ist aber nicht nur ein Sammelbecken für verschiedene individuelle Impulse - wenn alle Beteiligten in der Stadt, in der sie leben (und zwar recht gern) einen gemeinsamen Film schreiben und drehen, bündeln sich nicht nur die Erfahrungen aus der Einzelarbeit, sondern es kann etwas ganz Neues entstehen.

„Spitzendeal“ ist die Story eines Diebstahls, aber auch eine Geschichte über Freundschaft: Wenn zwei bei einer gemeinsamen Sache nur das Beste für sich und den anderen wollen aber sich trotzdem nicht einigen können, wenn man gar freundlich auf einen Fremden zugehen muss, wenn reichlich unerklärliche Dinge pas-sieren... Was hilft uns da? Es ist dieser Film.

 

Erste öffentliche Aufführung des vor wenigen Wochen fertiggestellten Films.

Anwesend sind Regisseur und Darsteller - wir gehen von einer Livefortführung der Filmperformance aus...