Programm Januar/Februar 2017


03.01.   20:15 Uhr   Verräter wie wir

10.01.   20:15 Uhr   InnSæi – Die Kraft der Intuition (OmU)

17.01.   20:15 Uhr   Weiße Ritter

24.01.   20:15 Uhr   Mali Blues (OmU)

31.01.   20:15 Uhr   Der Schatz (OmU)

 

07.02.   20:15 Uhr   La Isla Minima – Mörderland (OmU)

14.02.   20:15 Uhr   No Land's Song (OmU)

21.02.   20:15 Uhr   Ixcanul – Träume am Fuß des Vulkans (OmU)

28.02.   20:15 Uhr   Ich bin tot, macht was draus!


Di. 3.1.2017, 20:15 Uhr

Verräter wie wir

 

Spielfilm

Der Oxford-Dozent Perry verbringt mit seiner Frau, der Anwältin Gail, einen romantischen Urlaub unter Palmen in Marrakesch. Dort lernen die beiden den zwielichtigen Russen Dima kennen. Nach einer wilden Party offenbart Dima seinem neuen Freund Perry ein ernsthaftes Problem: Als Geldwäscher der russischen Mafia trachten ihm Killer nach dem Leben. Dima will nach England überlaufen und der unauffällige Perry ist dafür die perfekte Tarnung. Als der britische Geheimagent Hector auf den Plan tritt, geraten Gail und Perry zwischen die Fronten – und in eine Hetzjagd über Paris und London bis in die Schweizer Alpen, bei der am Ende niemand mehr dem anderen trauen kann.

Eine weitere hochkarätig besetzte John-Le-Carré-Verfilmung. „Verräter wie wir“ führt uns in die Spionagewelt des 21. Jahrhunderts, in der die klaren Grenzen des Kalten Kriegs längst verwischt sind. Ewan McGregor überzeugt in dem hintergründig-spannenden Thriller mit der ihm eigenen Mischung aus Arglosigkeit und Abenteuerlust.  

 

GB 2015  | 108’ | FSK: 16 | R: Susanna White | B: Hossein Amini, nach dem Roman von John Le Carré | D: Ewan McGregor, Stellan Skarsgård, Damian Lewis u.a.  


Di. 10.1.2017, 20:15 Uhr

InnSæi – Die Kraft der Intuition

 

Dokumentation

„Schauen Sie sich um. Die Menschen sind unglücklich. Unser Verstand und unser Körper sind voneinander getrennt. So viele Menschen leben nur in ihrem Kopf und nicht in ihrem Gefühl.“

Marina Abramovic, Performance Künstlerin

Die Welt verändert sich schneller als je zuvor. Darum sind neue Denkansätze gefragt. 65% unserer Kinder werden in der Zukunft Berufen nachgehen, die es jetzt noch gar nicht gibt. Es gibt Statistiken, die sagen, dass Depressionen bis 2020 der häufigste Grund für Erkrankungen sein werden. Burn-Out, Ablenkung und Gewalt sind zu einem elementaren Bestandteil in unserer Kultur und unserer Medienlandschaft geworden. Wir sind auf dem Weg, unsere Verbindung zur Natur endgültig zu verlieren.

Der Film vermittelt einen tiefen Einblick, wie wir unser Denken über und unser Gefühl für die Welt neu strukturieren müssen. Zwei Kulturschaffende begeben sich auf eine Reise, die sie um die ganze Welt führt, und erleichtern so selbst den größten Skeptikern den Zugang zu der versteckten Welt von InnSæi.

 

IS 2016 | 78‘ | OmU | FSK: 12 | Ein Film von Kristín Ólafsdóttir und Hrund Gunnsteinsdottir


Di. 17.1.2017, 20:15 Uhr

Weiße Ritter

 

Spielfilm

Kultkino aus Köln: „Weiße Ritter“, der neue Kinospielfilm der Autorenfilmer Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler, ist die Episode 8 des Kölner Westend-Zyklus. In der Schwarzweiß-Roadmovie-Komödie, die von Köln durch die Eifel und Belgien führt, werden die beiden langzeitmüßigen Freunde Mike und Alfred von ihrem alten Kumpel Rasto als Mitarbeiter seines neuen Kurierdienstes rekrutiert und sollen wichtige Unterlagen „diskret“ nach Luxemburg bringen. Als Rasto jedoch, gecoacht von einer charmanten Beraterin, neue Methoden der Personalführung und Mitarbeitermotivation einführt und Alfred sich in die eigenwillige Tramperin Anja verliebt, gerät das Pilotprojekt schnell zu einem unwägbaren Unterfangen.

Ein Abenteuer mit postmodernen Prekariern in frühmittelalterlichen Beschäftigungsverhältnissen.

 

„Wie stets brillant gefilmt und mit jeder Menge existenzialistischer Lakonie unterlegt, ist auch dieser Film wieder ein Plädoyer für widerständiges Menschsein.“ Kölner Stadtrevue 

 

D 2015 | 81' | FSK: 0 | R/B: Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler | D: Steffi Gosejohann, Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler, Claudia Basrawi u.a.


Di. 24.1.2017, 20:15 Uhr

Mali Blues

 

Dokumentation

Das westafrikanische Land Mali gilt als Wiege des Blues, den verschleppte Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas mitnahmen. Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten die Gesellschaft Malis zusammen. Doch Malis Musik ist in Gefahr. Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker. Viele von ihnen fliehen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Doch der Islamistische Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. Der Film erzählt die Geschichten von vier Musikern, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land nicht akzeptieren wollen. Weder in Mali, noch an einem anderen Ort auf der Welt. 

„Mali Blues“ ist ein Musikfilm, afrikanischer Hip Hop trifft auf den Geist von Jimmy Hendrix, Desert Blues auf tanzbaren Afro-Rock. Ein Film über die vereinende Kraft der Musik, der in Zeiten der Schreckensmeldungen ein positives Bild von Afrika und seinen Menschen zeichnet.    

 

D 2016 | 99‘ | OmU | FSK: 0 | Ein Film von Lutz Gregor


Di. 31.1.2017, 20:15 Uhr

Der Schatz

 

Spielfilm

Der Beamte Costi führt ein bescheidenes, beschauliches Leben mit seiner Frau und seinem sechsjährigen Sohn, dem er abends immer Gute-Nacht-Geschichten erzählt, um ihm beim Einschlafen zu helfen. Eines Nachts jedoch klingelt sein Nachbar Adrian bei ihm, um sich Geld zu leihen: Sein Elternhaus stehe kurz vor der Pfändung. Als Costi leider nicht helfen kann, verrät ihm Adrian, dass ein von seinem Ur-Großvater vergrabener Schatz auf dem Grundstück schlummern soll. Wenn Costi es schafft, einen Fachmann mit Metalldetektor anzuheuern, wird die Hälfte des Schatzes ihm gehören – falls es diesen tatsächlich gibt.

Auf dem besagten Grundstück angekommen, dringen die Beiden mit jedem Spatenstich weiter in die Vergangenheit von Adrians Familie und des post-revolutionären Rumäniens vor. Das Graben nach dem Schatz geht stetig in ein metaphorisches Freilegen von Geschichte über.

Die Komödie wurde auf den Filmfestspielen in Cannes mit dem „Prix un certain regard“ ausgezeichnet.

 

F/RO 2016 | 99‘ | OmU | FSK: o.A. | R/B: Corneliu Porumboiu | D: Toma Cuzin, Adrian Purcărescu, Corneliu Cozmei u.a.


Di. 7.2.2017, 20:15 Uhr

La Isla Minima – Mörderland

 

Spielfilm

1980: Tief im spanischen Süden verzweigt sich der Guadalquivir auf seinem Weg ins Meer in unzählige kleine Flussläufe und schneidet beunruhigend geometrische Muster in die sumpfige Landschaft. Die Menschen dort unten sind eine verschworene Gemeinschaft, bei denen die aus der Hauptstadt entsandten Ermittler Juan und Pedro wenig willkommen sind.

Die beiden sollen das rätselhafte Verschwinden zweier junger Mädchen klären. Während der mürrische Vater der Kinder wenig Anstalten macht, die Polizisten bei ihrer Suche nach den Vermissten zu unterstützen, leistet immerhin die eingeschüchterte Mutter ein wenig Hilfe. Als kurze Zeit später die Leichen der Vermissten am Straßenrand auftauchen, beginnen sich die Polizisten unter der heißen Sonne Andalusiens in ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen, Angst und Lüge zu verstricken.

Alberto Rodríguez' Film gilt als ein andalusischer Southern Gothic-Neo Noir mit politischem Subtext.

 

E 2014 | 104‘ | OmU | FSK: 16 | R/B: Alberto Rodriguez | D: Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez, Antonio de la Torre u.a.


Di. 14.2.2017, 20:15 Uhr

No Land's Song

 

Dokumentation

Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor männlichem Publikum. Die junge Komponistin Sara Najafi widersetzt sich der Zensur und den Tabus und ist fest entschlossen, in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert für weibliche Solosängerinnen zu organisieren. Um sich Unterstützung für diese große Herausforderung zu holen, laden Sara und die iranischen Sängerinnen Parvin Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Kolleginnen aus Paris ein. Sie sollen vor Ort an dem Musikprojekt mitarbeiten und dadurch eine musikalische Verbindung zwischen Frankreich und dem Iran wiederbeleben.

„Es ist dieser Mut und diese Bereitschaft, bis zum Äußersten zu gehen, die in jeder Minute des Films spürbar ist. (...) Dazu erklingen immer wieder wunderschöne Melodien, eine Mischung aus traditionellen Weisen und neuen Kompositionen von Sara und anderen iranischen Künstlerinnen, die in ihrer Kraft und Stärke zu Tränen rühren. Und die zeigen, dass die Musik in ihrer Schönheit ein Geschenk für jeden Menschen ist. Unabhängig von Kultur und Geschlecht.“

FBW Wiesbaden    

 

IR 2014 | 95’ | OmU | FSK: 0 | Ein Film von Ayat Najafi | Mit Sara Najafi, Parvin Namazi, Sayeh Sodeyfi u.a.


Di. 21.2.2017, 20:15 Uhr

Ixcanul – Träume am Fuß des Vulkans

 

Spielfilm

María lebt mit ihren Eltern am Fuß eines aktiven Vulkans im Hochland Guatemalas. Die Maya-Familie ist arm, ein kleiner Bauernhof und die Arbeit auf der Kaffeeplantage sind alles, was sie haben. Die 17jährige María soll mit dem Vorarbeiter Ignacio verheiratet werden, sehnt sich aber nach der Welt jenseits des mächtigen Vulkans. Der Kaffeepflücker Pepe verspricht, sie in die USA mitzunehmen. Doch dann ist sie schwanger und Pepe macht sich aus dem Staub. Zum Glück hat sie die Unterstützung ihrer Mutter, die sich auch mit alten magischen Ritualen der Maya auskennt. María entdeckt ihre eigene Welt und Kultur noch einmal ganz neu. 

Ein bewegender Film mit großen Bildern aus einem Land, das bei uns im Kino kaum je zu sehen ist und sicher nie so intensiv. Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären der Berlinale 2015.

Regisseur Jayro Bustamante wuchs in Guatemala in der Region der Kakchiquel Mayas auf und kehrte für seinen Film zu seinen Wurzeln zurück.

 

GT/F 2015 | 91‘ | OmU | FSK: 12 | R/B: Jayro Bustamante | D: María Mercedes Croy, Maria Telon, Manuel Antún u.a.


Di. 28.2.2017, 20:15 Uhr

Ich bin tot, macht was draus!

 

Spielfilm

Die bärtigen Rocker der belgischen Band „Grand Ours“ sind bereits in die Jahre gekommen. Vier Freunde, die leidenschaftlich zusammen musizieren und sich nun endlich auf ihre erste US-Tournee freuen dürfen, die den späten Durchbruch bedeuten könnte. Das Glück scheint aber nicht auf ihrer Seite zu sein: Einen Tag vor Abflug stirbt Jipe, der Sänger der Band. Der Rest der Truppe trauert und beschließt schnell, die Tournee dennoch anzutreten – mit der Asche ihres Anführers im Gepäck.

Eine abenteuerliche und irrwitzige Reise beginnt, auf der sich die Freunde auf ganz neue Art und Weise kennenlernen und kein Geheimnis geheim bleibt.

 

„Und wie es sich für ein richtiges Roadmovie gehört, auch eines über ein paar abgehalfterte belgische Rock-Musiker, die ihren letzten und ohne Frage einzigen Hit vor Jahrzehnten hatten: beim Roadmovie ist der Weg das Ziel. Das so menschlich, voller Liebe, inklusive Durchgeknalltheit zu erzählen, das ist große Kinokunst.“

Deutschlandfunk

 

B/F 2015 | 96’ | FSK: 6 | R/B: Guillaume und Stéphane Malandrin | D: Bouli Lanners, Wim Willaert, Lyes Salem u.a.