Programm Januar/Februar 2016


05.01.   20:15 Uhr   Mühlheim Texas - Helge Schneider hier & dort

12.01.   20:15 Uhr   Truffaut: Sie küssten und sie schlugen ihn

19.01.   20:15 Uhr   Das blaue Zimmer

26.01.   20:15 Uhr   Knight of Cups

 

02.02.   20:15 Uhr   Nächster Halt Fruitvale Station

09.02.   20:15 Uhr   Therapie für einen Vampir

16.02.   20:15 Uhr   Alois Nebel

23.02.   20:15 Uhr   20 feet from stardom


Di. 5.1.2016, 20:15 Uhr

Mühlheim Texas - Helge Schneider hier & dort

 

Dokumentation

Helge Schneider ist definitiv das, was man einen Allroundkünstler nennt. Als Komiker, Musiker, Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler konnte er sich über die Jahre als fester und einzigartiger Bestandteil der deutschen Humor-Landschaft etablieren.

„Den grauen Alltag mache ich mir selber bunt“, schreibt Helge Schneider über sich. Musik, Filme, Konzerte, Bücher sind das in seiner Vielfalt kaum zu fassende kreative Ergebnis dieser selbst gestellten Aufgabe. In seiner Welt existiert das Fantastische neben dem Alltäglichen und es ist nur schwer auszumachen, wo die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktivem verläuft.

Doch wie reagiert der Künstler Helge, wenn sich ihm jemand nähert um ihn zu portraitieren? Schnell wird deutlich, dass Helge seine Geheimnisse nicht auf dem Silbertablett darreichen wird. Er hat es nicht gerne, wenn einer zu viel über ihn weiß. Eine hochspannende Ausgangslage für Filmemacherin Andrea Roggon, die sich in ihrem Debüt-Film auf die Spur des Ausnahmekünstlers begeben hat.    

 

D 2015 | 93’ | FSK: 0 | R/B: Andrea Roggon


Di. 12.1.2016, 20:15 Uhr

Sie küssten und sie schlugen ihn

 

Spielfilm

François Truffaut, Mitbegründer der Nouvelle Vague des französischen Kinos der späten 1950er Jahre, erzählt in seinem ersten Langfilm, der gleichzeitig der erste Film des berühmten Antoine-Doinel-Zyklus ist, die Kindheit und Jugendzeit seiner Hauptfigur:

Der 13-jährige Antoine Doinel schwänzt lieber den Unterricht und streunt in Paris herum, als seine Zeit in der Schule zu verbringen. Von den Eltern, insbesondere seiner Mutter, wird er vernachlässigt, von seinen Lehrern missverstanden. So sucht er Gesellschaft bei seinem Freund René. Zusammen ziehen sie durch die Großstadt und hecken jede Menge Streiche aus. Sie gehen ins Kino, verbringen den Tag auf dem Rummelplatz, rauchen und klauen. Als er schließlich bei einem seiner Diebstähle erwischt wird, wird Antoine nach einer Nacht hinter Gittern am nächsten Morgen in eine Erziehungsanstalt für straffällige Jugendliche eingeliefert. Dort herrscht eiserne Disziplin. Doch bald flieht Antoine und schlägt sich durch bis zum Meer, das er zwar zuvor nie gesehen, von dem er aber stets geträumt hat.    

 

F 1959 | 93‘ | FSK: o.A. | R: François Truffaut | B: Marcel Moussy, François Truffaut | D: Jean-Pierre Léaud u.a.


Di. 19.1.2016, 20:15 Uhr

Das blaue Zimmer

 

Spielfilm

Julien Gahyde führt eine scheinbar perfekte Ehe mit seiner bezaubernden Frau Delphine. Gemeinsam haben sie eine Tochter, leben in einem großzügigen Einfamilienhaus und sind nicht zuletzt dank Juliens erfolgreicher Karriere als Vertreter für Landwirtschaftsmaschinen finanziell abgesichert. Doch all das macht den Familienvater nicht mehr glücklich. Um seinem Alltag zu entfliehen, hat er eine heimliche Affäre mit der attraktiven Apothekerin Esther begonnen, der Frau eines ehemaligen Schulkameraden. Regelmäßig treffen sich die beiden für gemeinsame Stunden in einem Hotelzimmer.

Doch dann wird Julien plötzlich verhaftet, von der Polizei verhört und findet schließlich keine Worte mehr. Was ist passiert? Wessen wird er eigentlich beschuldigt?

Vorlage für den Film ist der gleichnamige Roman von Georges Simenon aus dem Jahr 1964, einem der knapp 200 Romane des bekannten französischen Schriftstellers, ein Kriminalfall zwar, aber ganz ohne seine bekannteste Figur, Kommissar Maigret.   

 

F 2014 | 76‘ | FSK: 12 | R: Mathieu Amalric | B: Stéphanie Cléau, Mathieu Amalric | D: Mathieu Amalric, Léa Drucker, Stéphanie Cléau u.a.


Di. 26.1.2016, 20:15 Uhr

Knight of Cups

 

Spielfilm

Der erfolgreiche Drehbuchautor Rick lebt ein Leben auf der Überholspur Hollywoods, voller Glitzer, Glamour und allen sonstigen dekadenten Annehmlichkeiten. Doch echtes Glück empfindet er nicht. Seine Seele wird beherrscht von Leere und der nagenden Frage nach seiner wahren Identität. Während Rick Hollywood-Partys besucht oder an Pazifikstränden entlangwandert, sinniert er über sich und seine Welt. Er denkt an die Frauen, die wichtig für ihn waren: Della, Isabel, das Model Helen, seine Ex-Frau Nancy, die Stripperin Karen und Elizabeth, die mit einem anderen verheiratet war und die möglicherweise ein Kind mit ihm zeugte. Ricks Vater Joseph spielt in den Gedanken des Sohnes ebenfalls eine große Rolle.

Terrence Malick nimmt sich in seinem Film dem Mythos von Hollywood, seinem Glücksversprechen und den Ausschweifungen der Celebrity-Kultur an. Die Stars wissen seine ungewöhnliche, assoziative Arbeitsweise zu schätzen und so konnte Malick eine hochkarätige Besetzung vor die Kamera holen.   

 

USA 2015 | 118’ | FSK: 6 | R/B: Terence Malick | D: Christian Bale, Natalie Portman, Cate Blanchet Antonio Banderas u.a.


Di. 2.2.2016, 20:15 Uhr

Nächster Halt: Fruitvale Station

 

Spielfilm

Als der wegen Drogen- und Waffenbesitz verurteilte Oscar Grant aus dem Gefängnis entlassen wird, muss er ganz von vorne anfangen. Er lässt sich jedoch nicht unterkriegen und so nimmt sich der Kalifornier am Silvestermorgen 2008 vor, seine Neujahrsvorsätze verfrüht in die Tat umzusetzen: Ein besserer Sohn will er sein, ein besserer Freund und seiner Tochter Tatiana ein besserer Vater.

Doch am Ende des Tages sind alle Pläne hinfällig. Nach einer Schlägerei in einem Zug in der Fruitvale Station in seiner Heimatstadt Oakland hat Oscar ein folgenschweres Aufeinandertreffen mit Polizeibeamten.

Der Film erzählt die letzten 24 Stunden einer wahren Geschichte. Der junge Nachwuchs-Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler hat sich einen Fall von rassistisch motivierter Polizeigewalt vorgenommen, der sich in der Silvesternacht 2008/09 ereignet hatte und nicht nur die San Francisco Bay Area, sondern die gesamten USA erschütterte. In der Hauptrolle brilliert Shooting-Star Michael B. Jordan („The Wire“).  

 

USA 2013 | 85‘ | FSK: 12 | R/B: Ryan Coogler | D: Michael B. Jordan, Melonie Diaz, Octavia Spencer u.a.


Di. 9.2.2016, 20:15 Uhr

Therapie für einen Vampir

 

Spielfilm

Wien zu Beginn der 30er Jahre: Graf Geza von Közsnöm leidet; er kann die schon ewig andauernde Ehe mit seiner Frau einfach nicht mehr ertragen. Und das meint er wörtlich, denn er und Gräfin Elsa von Közsnöm sind Vampire und schon eine mehr als nur gefühlte Ewigkeit ein Paar. Der Untote will sich helfen lassen und begibt sich zu Sigmund Freud, dem er vom speziellen Problem seiner besseren Hälfte berichtet, das auch ihn beschäftigt: Elsa leidet sehr darunter, ihr Spiegelbild nicht sehen zu können. Der interessierte Psychoanalytiker ahnt nicht, dass es sich bei seinem mysteriösen Patienten und seiner Ehefrau um Vampire handelt, und schlägt dem Grafen einen Besuch beim jungen Maler Viktor vor. Der Künstler vermag mit einem geschaffenen Werk mehr auszudrücken als ein Blick in den Spiegel – so soll er das Antlitz der Gräfin in einem Gemälde festhalten. In seinem Atelier trifft der Vampir aber nicht nur Viktor, sondern auch dessen Freundin Lucy, die es ihm sofort angetan hat, was dem Maler und der Gräfin natürlich gar nicht gefällt...

 

A/CH 2014 | 88‘ | FSK: 12 | R/B: David Rühm | D: Tobias Moretti, Jeanette Hein, Cornelia Ivancan, Karl Fischer u.a.


Di. 16.2.2016, 20:15 Uhr

Alois Nebel

 

Animationsfilm

Herbst 1989: Alois Nebel lebt in einem abgelegenen kleinen Ort namens Bílý Potok in der Nähe der tschechoslowakisch-polnischen Grenze. Der Einzelgänger arbeitet als Fahrdienstleiter am örtlichen Bahnhof und in seiner Freizeit gilt seine ganze Leidenschaft dem Sammeln alter Fahrpläne. Sobald jedoch Nebel über dem Bahnhof aufzieht, beginnt Alois zu halluzinieren und sieht Geister und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Europas, die in Zügen an ihm vorbeirauschen, Opfer des Zweiten Weltkriegs und der sowjetischen Besatzung, die ihn immer wieder heimsuchen. Als sich die Situation für Alois nicht bessert, wird er in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, in der er „den Stummen“ kennenlernt. Dieser wurde eingesperrt, weil er versuchte, die Grenze zu überqueren. Die Begegnung mit dem „Stummen“ veranlasst Alois, sich seinen Dämonen zu stellen und nicht länger hinzunehmen, dass ihn jede Nacht Geister und Visionen heimsuchen. Und allmählich lichtet sich für den Fahrdienstleiter der alptraumhafte Nebel der Vergangenheit…    

 

D/CZ 2011 | 85’ | FSK: 12 | R: Tomás Lunák | B: Jaroslav Rudis


Di. 23.2.2016, 20:15 Uhr

20 feet from stardom

 

Dokumentation

Background-Sängerinnen leben in einer Welt, die jenseits des Scheinwerferlichts liegt. Ihre Stimmen machen die größten Bands und Solo-Künstler erst so richtig harmonisch – trotzdem kennen wir von den verborgenen Künstlern meistens weder Gesichter noch Namen. Sängerinnen wie Darlene Love, Lisa Fischer, Judith Hill, Tata Vega oder Merry Clayton sind mit tollen Stimmen gesegnet, spielen auf den Bühnen der Welt jedoch nur eine untergeordnete Rolle, wenn Bruce Springsteen, Steve Wonder oder Mick Jagger am Mikrofon stehen. Dabei träumen die Sänger im Hintergrund häufig selbst den Traum, ein Star im Rampenlicht zu sein. Ist der Background-Gesang in diesem Zusammenhang Karriere-Sackgasse oder Sprungbrett? In „20 Feet From Stardom“ wird dokumentiert, was die unbekannten Sänger selbst darüber denken – die eigentlichen Superstars, wie beispielsweise Sheryl Crow, Bette Middler,  Bruce Springsteen, Stevie Wonder, Mick Jagger, kommen aber auch ausführlich zu Wort.


USA 2013 | 87’ | FSK: 0 | R/B: Margan Neville | Mit Darlene Love, Lisa Fischer, Judith Hill u.a.