Programm Januar/Februar 2014


07.01.   20:15 Uhr    BB King: The Life of Riley

14.01.   20:15 Uhr    Micmacs - Uns gehört Paris!

21.01.   20:15 Uhr    Haus Tugendhat

28.01.   20:15 Uhr    Morgen das Leben

 

04.02.   20:15 Uhr    Gold

11.02.   20:15 Uhr    Die Mühle und das Kreuz  

18.02.   20:15 Uhr    ¡No!

25.02.   20:15 Uhr    Wir die Wand


Di. 7.1., 20:15 Uhr 

BB King: The Life of Riley

GB 2012, 123’, FKS: o.a.
OmU

R/B: Jon Brewer
Mit B.B. King, Bruce Willis, Carlos Santana u.v.a.

Um eine möglichst dichte Dokumentation zu bekommen, begleitete Regisseur Jon Brewer B.B. King über zwei Jahre lang und erstellte mehr als 250 Stunden Material. Entstanden ist ein kompromissloser Dokumentarfilm, der schildert, wie ein 1925 in Mississippi geborenes schwarzes Kind sein Leben in die Hand nahm, gegen alle Widerstände und den unerbittlichen Rassismus kämpfte, die härtesten Kritiker im Musikgeschäft von sich überzeugte und zum König des Blues wurde, der bis heute mehr als 15 000 Konzerte gab und 40 Millionen Platten weltweit verkaufte.

 

Der Film versammelt die berühmtesten Rockmusiker, die den ungeheuren Einfluss von B.B. King auf ihre Musik reflektieren. Bspw. wollte John Lennon so gut Gitarre spielen können wie der King of Blues. „BB King: The Life of Riley“ zeigt beeindruckendes Archivmaterial der großen Tourneen des Ausnahmemusikers. Und er führt in zahlreichen Interviews vor, dass King trotz des riesigen Erfolges ein bescheidener, bodenständiger und zutiefst engagierter Mensch geblieben ist.


Di. 14.1., 20:15 Uhr 

Micmacs – Uns gehört Paris!
(Micmacs à tire-larigot)

F 2009, 105‘, FSK: 12
OmU

R: Jean-Pierre Jeunet
B: Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant
D: Dany Boon, André Dussollier, Nicolas Mrié u.a.

Ein klassischer Fall von „zur falschen Zeit am falschen Ort“: Als Bazil eines Abends vor die Tür seiner Pariser Videothek tritt, wird er Zeuge eines Überfalls und bekommt eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus. Ohne Job und Wohnung steht er nun auf der Straße. Aber das Glück lässt nicht lange auf sich warten. Bazil trifft auf den kauzigen Canaille, der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter auf einer Schrotthalde lebt –  in einer Welt voller magischer Skulpturen aus Fundstücken und Ersatzteilen. Dort findet auch Bazil ein neues Zuhause. Und dann bietet sich plötzlich die Gelegenheit, es den Verbrechern heimzuzahlen, denen er die Kugel in seinem Kopf zu verdanken hat...

 

Regisseur Jean-Pierre Jeunet („Die fabelhafte Welt der Amélie“, „Delicatessen“) bringt erneut seinen unverkennbaren Stil auf die Leinwand. In der Hauptrolle begeistert Dany Boon, den seit „Willkommen bei den Scht‘is“ Millionen Deutsche kennen.


Di. 21.1., 20:15 Uhr 

Haus Tugendhat

CZ 2013, 116‘, FSK: 0
R/B: Dieter Reifarth
Mit Miroslav Ambroz, Ruth Guggenheim-Tugendhat, Josef Guggenheim u.a.

Das Haus Tugendhat im tschechischen Brno ist ein Solitär moderner Architektur. Es verkörpert den sozialutopischen Anspruch des Architekten Mies van der Rohe und den weltoffenen großbürgerlichen Lebensentwurf seiner Auftraggeber Grete und Fritz Tugendhat. Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des Bauwerks und seiner Bewohner.

Regisseur Dieter Reifarth verwebt in seinem Dokumentarfilm Gespräche mit Familienmitgliedern, einstigen Bewohnern, Kunsthistorikern und Restauratoren mit historischen Foto- und Filmaufnahmen zur facettenreichen Biographie dieses Gebäudes. Vor dem Hintergrund der politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts erzählt der Film von den persönlichen Erfahrungen der Bewohner dieses einzigartigen Gebäudes.

 

„Es ist auf den ersten Blick nur die Geschichte eines außergewöhnlichen Bauwerks. In Wahrheit ist Dieter Reifarths Dokumentarfilm über den Bau von Mies van der Rohe aber so episch und spannend wie ein Entwicklungsroman, der ein ganzes Jahrhundert umspannt.“ www.programmkino.de


Di. 28.1., 20:15 Uhr 

Morgen das Leben

D 2010, 90’, FSK: 0
R: Alexander Riedel
B: Alexander Riedel, Bettina Timm
D: Judith Al Bakri, Jochen Strodthoff, Gottfried Michl  u.a.

Judith, Ulrike, Jochen. Drei Menschen, die versuchen, ihrer Sehnsucht nachzukommen und auf ein besseres Leben hoffen. Drei Leben, die unterschiedlicher nicht sein können, aber doch innere Gemeinsamkeiten haben.

Judith, die ehemalige Stewardess, lebt mit ihrem kleinen Sohn allein in einer neuen Wohnsiedlung am Stadtrand und verdient ihren Lebensunterhalt mit Heimarbeit und Telefonmarktforschung.

Ulrike ist von ihrem Freund verlassen worden und hat gerade ihren sicheren, aber öden Job im Sozialreferat gekündigt, um sich neu zu verwirklichen.

Jochen hofft auf eine Perspektive fern von Gelegenheitsjobs, um sich als Versicherungsvertreter endlich eine eigene Wohnung leisten zu können.

 

Bei allen Dreien scheint das Leben aus den Fugen geraten zu sein und nur aus Vorläufigem zu bestehen. Sie versuchen sich neu zu orientieren, den Alltag positiv zu gestalten, dem Leben einen Sinn zu geben und dabei die große Liebe zu finden.


Di. 4.2., 20:15 Uhr 

Gold

D/CAN 2013, 99‘, FSK: 12
R/B: Thomas Arslan

D: Nina Hoss, Marko Mandic, Peter Kurth u.a.

Kanada, Sommer 1898. Emily Meyer hat alles hinter sich gelassen, als sie aus Deutschland wegging, um eine Stellung in New York anzunehmen. Sie schließt sich einer Gruppe deutscher Amerika-Einwanderer an, um ihr Glück bei den kürzlich entdeckten Goldfeldern im kanadischen Dawson zu suchen. Als die sieben Teilnehmer der vom großspurigen Geschäftsmann Wilhelm Laser organisierten Goldsucher-Truppe von Ashcroft, der letzten Bahnstation, aufbrechen, haben sie keine wirkliche Vorstellung davon, welche Strapazen sie auf der 2.500 Kilometer langen Reise quer durch Kanada erwarten.

 

Immer tiefer führt der Weg in die unermessliche, unwirtliche Wildnis des kanadischen Inlands. Die Landkarten erweisen sich als unzuverlässig, der Planwagen mit dem Proviant wird zum Hindernis, die Packpferde sind der Belastung kaum gewachsen. Doch einer Sache ist sich Emily ganz sicher: Eine Rückkehr in ihr altes Leben kommt für sie auf keinen Fall in Frage.


Di. 11.2., 20:15 Uhr 

Die Mühle & das Kreuz

PL/S 2011, 92‘, FSK: 12
R: Lech Majewski

B: Michael Francis Gibson, Lech Majewski
D:
Rutger Hauer, Charlotte Rampling, Michael York 

Im Jahr 1564 erhält Pieter Bruegel den Auftrag, die Kreuztragung Christi zu malen. Bruegel hat Großes vor: Ein Bild zu schaffen, das eine Vielzahl von Geschichten erzählt und das groß genug ist, hunderte von Menschen abzubilden. Vor allem aber soll die Kreuzigungsgeschichte nicht im Heiligen Land, sondern in seiner flämischen Heimat spielen. Also geht Bruegel zu den Menschen auf den Höfen, Feldern und Märkten, um nach diesen Geschichten in einem Land zu suchen, das unter spanischer Herrschaft steht und in dem die Inquisition erbarmungslos wütet.

 

„Die Mühle & das Kreuz“ ist eine intelligente und betörend schöne Adaption des weltberühmten Gemäldes, in der es Lech Majewski gelingt, die komplexe Sprache und versteckten Bedeutungen des Gemäldes zu enthüllen. Unterstützt durch die großartigen Hauptdarsteller wirkt jede einzelne Szene mit ihrer detailgenauen Ausstattung und kunstvollen Komposition aus Licht und Farbe wie ein weiteres von Bruegel geschaffenes Gemälde. 


Di. 18.2., 20:15 Uhr 

¡No! 

RCH/USA 2012 118’,
FSK: 6
R: Pablo Larrain
B: Pedro Peirano
D: Gael García Bernal, Antonia Zegers, Alfredo Castro mehr u.a.

Chile, 1988: Diktator Pinochet lässt eine Volksabstimmung über die Fortführung seiner Präsidentschaft durchführen. Alle Prognosen sagen den Sieg Pinochets voraus, der Staat und Medien mit eiserner Hand kontrolliert. In dieser fast aussichtslosen Situation engagieren die Führer der Opposition den brillanten jungen Werbefachmann René Saavedra, obwohl der bisher mehr mit Erfrischungsgetränken als mit Politik zu tun hatte. Er soll eine Kampagne leiten, die für die Zukunft Chiles von fundamentaler Wichtigkeit sein wird.

 

Unter der ständigen Überwachung des Regimes, mit äußerst knappen Ressourcen und einigem Gegenwind aus den eigenen Reihen,  entwerfen René und sein Team aus dem Zauberkasten der Werbewelt eine knallig-bunte ¡NO!-Kampagne und versuchen damit, die Chilenen nicht nur dazu zu bringen, mit „nein“ zu stimmen, sondern sie überhaupt erst in die Wahllokale zu bewegen und eine Entscheidung zu treffen. Und erst nach und nach wird René bewusst, mit wem er sich da eigentlich angelegt hat.


Di. 25.2., 20:15 Uhr 

Wir die Wand

D 2013, 93‘, FSK: 6
R/B: Klaus Martens

25.000 Menschen – deutlich mehr als die  Einwohnerzahl von Marbach – kommen auf einer einzigen Tribüne zusammen. Für einen Fußballnachmittag werden sie zu einem geschlossenen und zugleich zerbrechlichen sozialen Gefüge.

Eine Gemeinschaft, die sich nach dem Abpfiff auflöst, um sich 14 Tage später wieder für ein paar Stunden neu zu bilden. Klaus Martens und sein Team haben elf BVB-Fans begleitet: Von dem Zeitpunkt, an dem sie ihren Platz in der „Gelben Wand“ einnehmen bis kurz nach dem Schlusspfiff. 

Entstanden sind filmische Impressionen mit einer ungewöhnlichen Dichte zum Geschehen und der Dramatik auf der Tribüne, wie sie bisher noch nie in einem Fußballstadion gedreht wurden.

 

„Wir die Wand“ ist eine Studie individuellen und sozialen Verhaltens während eines Fußballspiels – und gleichzeitig eine Hommage an die Südtribüne im Westfalen-Stadion.