Unser Programm Oktober - Dezember 2009
Montag, 5. Oktober 2009
Das Herz von Jenin
Israel/Deutschland 2008, 89 Min. FSK: 12, OmU
Regie und Buch: Marcus Vetter, Leon Geller
Das Herz von Jenin erzählt die wahre Geschichte Ismael Khatibs, dessen 12-jähriger Sohn Ahmed 2005 im Flüchtlingslager von Jenin von Kugeln israelischer Soldaten tödlich am Kopf getroffen wird. Nachdem die Ärzte im Krankenhaus nur noch Ahmeds Hirntod feststellen können, entscheidet der Palästinenser Ismael, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden und damit deren Leben zu retten.
Zwei Jahre später begibt er sich auf eine Reise quer durch Israel, um diese Kinder zu besuchen. Eine schmerzhafte und zugleich befreiende Reise, denn durch die Kinder kommt Ismael auch seinem Sohn wieder ganz nah.
Genauso bewegend wie nachhaltig beeindruckend erzählt Das Herz von Jenin von einer zutiefst menschlichen Geste im Augenblick der größten Tragödie. Und davon, dass Hoffnung selbst dann eine Chance hat, wenn die Situation ausweglos erscheint.
Montag, 12. Oktober 2009
Tage oder Stunden (Deux jours à tuer)
F 2008, 85 Min., FSK: ohne
Regie: Jean Becker
Darsteller: Alessandra Martines, Albert Dupontel, François Marthouret, Marie-Josée Croze, Cristiana Réali
Antoine Méliot, 42 Jahre alt, kann mit sich zufrieden sein - eine schöne Frau, zwei bezaubernde Kinder, echte Freunde, auf die er sich jederzeit verlassen kann, ein erfülltes Berufsleben, ein hübsches Haus in einem Pariser Vorort und genügend Geld. Eines Tages jedoch zerstört er all das an einem einzigen Wochenende: sein Glück, seine Familie, seine Freunde, seine Karriere. Keiner versteht, warum. Die berühmte Midlife-Crisis? Ein Anfall von Wahnsinn? (www.tageoderstunden.de)
Montag, 19. Oktober 2009
Schattenwelt
Deutschland 2008, 93 Min., FSK: 12
Regie: Connie Walther
Buch: Uli Herrmann, Peter-Jürgen Boock, Connie Walther
Darsteller: Franziska Petri, Ulrich Noethen, Eva Mattes, Mehdi Nebbou, Uwe Kockisch, Christoph Bach, Tatja Seibt, Rino Zepf
Volker Widmer war ein führendes Mitglied der &Mac226;zweiten Generation der RAF und wurde aufgrund der Mitwirkung an einer &Mac226;Aktion verurteilt, bei der Bankpräsident von Seichfeld und einer seiner Mitarbeiter ums Leben kamen. Wer die tödlichen Schüsse abgegeben hatte, haben sowohl Widmer als auch seine an der Aktion beteiligte Lebensgefährtin Marita bis heute geheim gehalten. Als Widmer seine neue Wohnung bezieht, hat er 22 Jahre Haft hinter sich und will sich eigentlich in die Anonymität zurückziehen.
Er merkt, dass sich seine Nachbarin für ihn interessiert. Schließlich erfährt er auch warum: Valerie ist die Tochter des Mitarbeiters von Seichfeld, der bei der verunglückten Entführung vor 22 Jahren ungeplant ums Leben kam.
Schattenwelt greift mit dem Thema des RAF-Terrorismus ein immer noch virulentes Kapitel der deutschen Geschichte auf. Regisseurin Connie Walther (12 heißt: Ich liebe dich) und Autor Uli Herrmann konzentrieren sich dabei auf die Perspektive der Opfer, die es auf beiden Seiten gab: in den Familien der Ermordeten wie in den Familien der Täter. So ist Schattenwelt weniger eine Geschichte über die RAF, sondern vor allem ein Film über das, was Gewalt über Generationen hinweg anrichtet.
(www.schattenwelt-der-film.de)
Montag, 26. Oktober 2009
Simons Geheimnis (Adoration)
Kanada 2008, 100 Min., FSK: 12
Regie und Buch: Atom Egoyan
Darsteller: Rachel Blanchard, Scott Speedman, Devon Bostick, Kenneth Welsh, Aaron Poole, Dominic Cuzzocrea
Simon bekommt in der Schule eine Übersetzungsaufgabe gestellt: eine Zeitungsmeldung über einen arabischen Terroristen, der seiner schwangeren Freundin auf dem Weg nach Israel heimlich eine Bombe ins Fluggepäck legt. Simon, der seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat, glaubt seine eigene Familiengeschichte darin zu erkennen. Er stellt seine Version der Übersetzung ins Internet, um das Geheimnis seiner Vergangenheit zu ergründen. Dies löst heftige und unerwartete Reaktionen in aller Welt aus, Simon sieht sich plötzlich mit Themen wie Rassismus, Terrorismus und dem Konflikt zwischen Christentum und Islam konfrontiert. Auf seiner Suche nach der Wahrheit und seiner eigenen Identität gerät Simon immer tiefer in einen Strudel aus Schein und Sein.
(www.simonsgeheimnis.x-verleih.de)
Montag 2. November 2009
Lass unsn Wunder sein Auf der Suche nach Rio Reiser
Deutschland 2008, 90 Min., FSK: ohne
Regie: Stefan Paul
Drehbuch: Gert C. Möbius, Stefan Paul
Musik: Rio Reiser, Ton Steine Scherben
Mit: Udo Lindenberg, Corny Littman, Achim Reichel, Stefan Kunze, Claudia Roth, Daniel Cohn-Bendit, R.P.S. Lanrue u.a.
1970 gründete sich die deutsche Rockmusikband Ton Steine Scherben. Unter Frontmann Rio Reiser war sie eine der ersten und einflussreichsten Bands der frühen siebziger und achtziger Jahre, die deutschsprachige Texte in die Rockmusik integrierte.
Rio Reiser wird am 9. Januar 1950 als Ralph Möbius in Berlin geboren. Er lernt Klavier, Gitarre und Cello und gründet mit Ralph Seitz (der sich später R.P.S. Lanrue nennt) die Cover-Band Degalaxis. Mit 17 bricht er die Schule ab und beginnt eine Fotografenlehre. 1970 kommt es zur Gründung von Ton Steine Scherben: Sieben Alben entstehen, ein eigenes Label wird aufgebaut.
Die Band entwickelt sich schnell zum Sprachrohr der links alternativen Szene in Westberlin. 1975 ziehen die Scherben von Berlin nach Fresenhagen um, ein kreativer Aussteigerort in Schleswig-Holstein. Nach ihrer Auflösung im Jahre 1985 beginnt Rio Reisers Solo-Karriere.
Mit seinem ersten Hit König von Deutschland wird er schlagartig einem breiten Publikum bekannt. Am 20. August 1996 stirbt er mit nur 46 Jahren in Fresenhagen.
Auf seiner Suche nach dem Mythos Rio Reiser gräbt Musikfilm-Veteran Stefan Paul nie gezeigte Fotos und vergessene Konzertmitschnitte aus, lässt Mitglieder von Ton, Steine, Scherben und Corny Littman (Texter des legendären Reiser-Songs Hallo hallo, ist dort die Irrenanstalt) zu Wort kommen, spricht mit Udo Lindenberg, Achim Reichel, Stefan Kunze und vielen anderen. In Portugal stöbert er schließlich Rio Reisers Alter Ego, den Komponisten und Gitarristen und engen Freund, R.P.S. Lanrue auf. Dessen Andeutungen lassen ahnen, wie Rio Reiser wirklich war.
Montag, 9. November 2009
In Zusammenarbeit mit Pfiffigunde e.V., pro familia Notruf und JuMäX
Schneeland
D 2004, 136 Min., FSK: 12
Regie und Buch: Hans W. Geißendörfer, nach dem Roman Schneeland von Elisabeth Rynell
Darsteller: Julia Jentsch, Ulrich Mühe, Thomas Kretschmann, Maria Schrader, Joachim Krol
Schweden in der Gegenwart: Nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes beschließt die Schriftstellerin Elisabeth ihm in den Tod zu folgen. Sie fährt in die winterliche Einöde hinaus um zu sterben, bis sie auf einem verlassenen Hof eine erfrorene Leiche im Schnee entdeckt. Ihm Haus der alten Frau stößt sie auf deren Aufzeichnungen:
1937 - Ein geheimnisvoller Fremder namens Aron durchstreift mit seinem Hund die Schneelandschaft Lapplands auf der Suche nach einer Unterkunft. Dort begegnet er Ina, die von ihrem despotischen Vater tyrannisiert und nach dem Tod der Mutter missbraucht wird. Die beiden Außenseiter verlieben sich ineinander, doch als der gewalttätige Vater Inas von der Verbindung erfährt, kommt es zum Ausbruch lange unterdrückter Emotionen.
Nach dem Roman von Elisabeth Rynell erzählt Lindenstraße-Regisseur Hans W. Geißendörfer mit spektakulären Bildern schwedischer Originalschauplätze die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe, die durch die herausragende Darstellung von Thomas Kretschmann und Shooting-Star Julia Jentsch zutiefst berührt und beeindruckt.
(www.schneeland.de)
Montag 16. November 2009
Die Reise des chinesischen Trommlers
Hongkong/Taiwan/D 2007, 180 Min., FSK: 12
Regie und Buch: Kenneth Bi
Drehbuch: Dan Gilroy
Darsteller:Jaycee Chan, Tony Leung Ka Fai, Lee Sinje, Roy Cheung, Josie Ho, Kenneth Tsang, Hei-Yi Cheng, U Theatre
Sid ist Schlagzeuger, sein Leben steckt voller Extreme: Als Sohn einer Unterweltlegende Hong Kongs genießt er Narrenfreiheit, die er in vollen Zügen auslebt. Eines Tages wird er von dem zwielichtigen Stephen Ma mit dessen Freundin in flagranti erwischt. Er fordert Genugtuung und verlangt, Sid hart zu bestrafen. Um ihn zu schützen, wird Sid daraufhin von seinem Vater ins Exil geschickt. In den Bergen Taiwans trifft er auf eine Gruppe Zen-Trommler, deren bombastische Schläge weit durch das Gebirge hallen. Zunächst will Sid nur die musikalische Herausforderung, beweisen, dass er es mit den trommelnden Mönchen aufnehmen kann. Doch für die Mönche sind der Rhythmus und die Harmonie beim Trommeln ein Weg zu spiritueller Erleuchtung. Schon bald muss Sid seine jugendlichen Weisheiten in Frage stellen; für ihn beginnt ein neues Leben, er lernt Körper und Geist in Einklang zu bringen. Als er schließlich nach Hongkong zurückkehren und sich seinen Feinden stellen muss, ist er ein anderer Mensch geworden.
Kenneth Bi legt ein opulentes Drama voll bildgewaltiger Landschaftsaufnahmen und mitreißender Rhythmik vor. Mit dem in China als Newcomer gefeiertem Jaycee Chan (der Sohn von Jackie Chan) in der Hauptrolle inszenierte er eine epische Reise in das Herz eines Rebellen und in die Seele einer Stadt.
(www.die-reise-des-chinesischen-trommlers.de)
Montag, 23. November 2009
So ist Paris
Frankreich 2008, 129 Min.
Regie und Buch: Cédric Klapisch
Darsteller: Francois Cluzet, Karin Viard, Fabrice Luchini, Romain Duris, Albert Dupontel, Juliette Binoche
Paris, die Stadt der Liebe, die Stadt der Emotionen und des Chaos: Im Alltag der Millionenmetropole prallen Welten aufeinander, wenn sich die Wege ganz normaler, aber völlig individueller Menschen kreuzen. Ein Gemüsehändler auf sentimentalen Abwegen, ein Uniprofessor auf der Jagd nach jungen Frauen, ein Tänzer auf der Suche nach Vollendung, eine Sozialarbeiterin im Dauereinsatz, eine Bäckersfrau mit unkonventionellen Überzeugungen, ein illegaler Immigrant in der Stadt seiner Träume. In So ist Paris sucht jeder seinen Platz, seine andere (Liebes-) Hälfte, sein Kätzchen. Unter der Herrschaft des Alltäglichen, in der liebenswerten Sentimentalität des Banalen, wird das Unspektakuläre König im grandiosen Rahmen der unvergänglichsten aller Städte.
Montag, 30. November 2009
In Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe-Unterland
Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List)
USA 2007, 95 Min., FSK: ohne
Regie: Rob Reiner
Buch: Justin Zackham
Darsteller: Jack Nicholson, Morgan Freeman, Rob Morrow, Lauren Cohn, Sean Patrick Hayes
Zwischen dem Großunternehmer und Milliardär Edward Cole (Jack Nicholson) und dem Mechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) liegen Welten. Am Scheideweg ihres Lebens teilen sie sich jedoch zufällig das selbe Zimmer im Krankenhaus und entdecken dabei, dass sie zwei Dinge gemeinsam haben. Sie wünschen sich beide, ihre restliche Zeit so zu verbringen, wie sie es schon immer wollten, bevor sie den Löffel abgeben, und beide wollen endlich herausfinden, wer sie eigentlich wirklich sind, um Frieden mit sich selbst schließen zu können.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, ihre Lebensfreude wieder zu entdecken. Dabei entwickelt sich nicht nur eine Freundschaft, sondern sie lernen auch, das Leben in vollen Zügen zu genießen mit Einsicht und Humor. Und jedes neue Abenteuer bedeutet einen weiteren Haken auf ihrer To-do-Liste. Denn das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss.
(wwws.warnerbros.de/bucketlist)
Montag, 7. Dezember 2009
Zabriskie Point
USA 1970, 111 Min., FSK: ohne
Regie: Michelangelo Antonioni
Musik: Pink Floyd
Darsteller:Mark Frechette, Daria Halprin, Paul Fix, Bill Garaway, Kathleen Cleaver, Rod Taylor
Michelangelo Antonionis Zabriskie Point ist ein Portrait der amerikanischen Jugend- und Gegenkultur der 60er und führt uns durch ein Los Angeles der Gegensätze. Zwischen sozialer Revolution und konservativem Konsum, zwischen Blumenkindern und Billboards bahnt sich Mark seinen Weg zur Kulturrevolution. Während sich Black Panther und weiße Studentengruppen heiße Diskussionen liefern, ist er fest entschlossen, Worte durch Taten zu ersetzen.
Mark wird in den Kampf um eine besetzte Bibliothek verwickelt, der mit dem Tod eines Polizeibeamten endet. Mark flieht schließlich in einem gestohlenen Flugzeug. Im Tiefflug über das Death Valley entdeckt er Daria auf einer Wüstenstraße, die auf dem Weg zu einem geschäftlichen Termin ist. Mark landet und die beiden setzen ihre Reise gemeinsam fort. Am Zabriskie Point lassen sie Auto und Flugzeug zurück und tauchen in die Einsamkeit der Wüste ein.
Für Zabriskie Point schuf Kultregisseur Antonioni hypnotisierende Bilder von unwiderstehlicher Kraft, die dem Film einen festen Platz in der Filmgeschichte verschafft haben. Zabriskie Point gelingt die Verschmelzung von politischem Kino und zeitloser Kunst es entstand ein grandioser Film, der Zeitkommentar, politisches Manifest, aber auch entrücktes Meisterwerk ist.
Montag, 14. Dezember 2009
The Good, the Bad, the Weird
Südkorea 2008, 118 Min., FSK: ohne
Regie und Buch: Jim-woon Kim
Darsteller: Kang-ho Song, Byung-hun Lee, Woo-sung Jung
Abenteuerkomödie über drei koreanische Banditen in der Mandschurai der 1940er, die eine Schatzkarte suchen und dabei von der japanischen Armee und chinesischen Banditen verfolgt werden:
In der Mandschurei der 1930er, einem Land der Gesetzlosigkeit und Revolverhelden, führt das Schicksal drei unterschiedliche Ganoven auf der Suche nach einer mysteriösen Karte zusammen. Und alles beginnt in einem Zug mitten in der Mandschurei: Tae-goo kann durch einen Überfall auf den Zug als Erster in den Besitz der wertvollen Karte gelangen, doch Do-won und Chang-yi sind ihm bereits dicht auf den Fersen.
Do-won, the Good, ist ein gerissener, einsamer Kopfgeldjäger, der sich nicht in die Karten schauen lässt.
Chang-yi, the Bad, führt eine Bande knallharter Ganoven an. Er kann es nicht ertragen, den Kürzeren zu ziehen.
Tae-goo, the Weird, ist ein scheinbar unbedarfter Zugräuber, der neun Leben zu haben scheint.
Do-won und Chang-yi nehmen, jeder auf seine Weise, die Verfolgung von Tae-goo und der Karte auf. Eine wilde Jagd quer durch die Mandschurei, bei der die Karte mehrmals den Besitzer wechselt, beginnt. Doch auch die japanische Armee und asiatische Banditen sind hinter dem Stück Papier her.
Wer der drei unterschiedlichen Ganoven kann die Karte in seinen Besitz bringen und den rätselhaften Ort, den sie kennzeichnet, als Erster erreichen? Und wer sind sie wirklich - die seltsamen drei Banditen?
(www.GoodBadWeird-DerFilm.de)
Montag, 21. Dezember 2009
Der letzte Applaus (El ultimo aplauso)
D/Argentinien/Japan 2008, 88 Min. FSK: ohne
Regie: German Kral
Darsteller: Cristina de los Ángeles, Inés Arce, Julio César Fernán, Horacio Acosta, Walter Barberis, Abel Frías
Die Geschichte einer vergessenen Gruppe von gealterten Tangosängern aus Buenos Aires, die jahrelang in einer der berühmtesten Tangobars der Stadt aufgetreten sind, der "Bar El Chino". Nachdem der Besitzer der Bar 2001 unter mysteriösen Umständen starb, wurde die Bar von seiner Witwe und ihrem neuen Partner übernommen. Ein paar Wochen später war dieser einst lebensfrohe Ort abgewirtschaftet und verödet.
Der letzte Applaus begleitet das Leben dieser vergessenen Tangosänger von 1999 bis heute. Der Film zeigt ihren Kampf, sich während der größten Wirtschaftskrise Argentiniens ihr tägliches Brot zu verdienen, und die Sehnsucht nach ihrem größten Traum: noch einmal vor ihrem Publikum zu singen und den Applaus zu hören, vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben.
Kral gelingt es, das Wesen des Tango freizulegen. Der Tagesspiegel, Berlin
(www.derletzteapplaus.de)
Montag, 28. Dezember 2009
Die Kunst des negativen Denkens (Kunsten a tenke negativt)
Norwegen 2007, 79 Min., FSK: ohne
Regie und Buch: Bård Breien
Darsteller: Fridjov Saheim, Kirsti Eline Torhaug, Henrik Mestad, Marian Saastad Ottesen, Per Schaarning
Schwarze Komödie aus Norwegen: Der 33jährige Geirr sieht schwarz, seit er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Wild entschlossen, die üble Laune zu bekämpfen, lädt seine Freudin Ingvild kurzerhand eine ganze Therapiegruppe vorbildlich positiv denkender Behinderter mitsamt der Gruppentherapeutin Tori ein. Aber Geirr steht nicht im geringsten auf Psychosprüche Geirr steht auf Weltuntergangs-Kino und fette Joints.
Als das Feelgood-Kommando gegen Geirrs Widerstand die Villa entert, dreht er den Spieß um und pariert Toris Psycho-Phrasen mit rabenschwarzem Sarkasmus und schlagenden Argumenten. Bald kommt es zum Aufstand gegen die Sozialdompteuse und alle verordnete Heuchelei. Dies ist die Stunde der beißenden Wahrheiten, eine Nacht der anarchischen Lebenslust, rückhaltlosen Konfrontationen und unerwarteten Einsichten. Als der Morgen anbricht, sehen sie die Welt in einem anderen Licht.
Bittere Komik, bebende Tragik - von wahrhaftiger Wucht! ROLLING STONE
Jeweils Montag um 20 Uhr im CinemaxX im K3
Eintritt: 5 EUR, OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Vorverkauf an der Kinokasse, telefonisch unter HN - 919 09 19 oder unter www.cinemaxx.de.
Die Filmtexte entstammen auszugsweise, soweit nicht extra vermerkt, von den Seiten "www.spielfilm.de".
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