Unser Programm Juli - September 2008, ab sofort immer montags!

Montag, 7. Juli 2008
10 Kanus, 150 Speere, 3 Frauen (10 Canoes)
Australien 2006, 90 Min., FSK: 12, OmU
Regie: Rolf de Heer, Peter Djigirr_Drehbuch: Rolf de Heer, Darsteller: David Gulpilil, Peter Djigirr, Crusoe Kurddal, Jamie Gulpilil, Richard Birrinbirrin
Vor langer Zeit lebte das Volk der Ramingining ungestört in den Sümpfen im Norden Australiens. Der junge Dayindi (Jamie Gulpilil), der mit seinem Stamm zum ersten Mal auf Enteneier-Jagd geht, begehrt die jüngste der drei Frauen seines älteren Bruders. Um ihn auf den richtigen Weg zu führen, wird ihm eine Geschichte erzählt, die sich in uralten, mythischen Zeiten zugetragen hat – eine Geschichte über eine fehlgeleitete Liebe, über Kidnapping, Hexerei und Rache.
Der Holländer Rolf de Heer („Bad Boy Bubby“, „The Tracker“) hat „10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen“ mit Ureinwohnern Australiens in deren eigener Sprache gedreht. Gerade die intensive Zusammenarbeit mit den Bewohnern der Region Ramingining sowohl beim Verfassen des Drehbuchs, als auch bei den im Film verwendeten Gegenständen, wie Kanus, Speere und Hütten, machen de Heers Film so authentisch. Entstanden ist eine poetische Fabel, eine augenzwinkernde Expedition zu den Wurzeln der Menschheit.
(www.tencanoes.com.au)


Montag, 14. Juli 2008
WWW – What a Wonderful World
Marokko 2006, 99 Min., OmU
Buch und Regie: Faouzi Bensaïdi, Darsteller: Faouzi Bensaïdi, Nezha Rahil, Fatima Attif, Hajar Masdouki, El Mehdi Elaaroubi, Mohammed Bastaoui
Wunderbar verrückt und verspielt, ist „WWW – What a Wonderful World“ eine ganz und gar ungewöhnliche Liebesgeschichte voll magischer Bilder, daneben aber auch eine schräge Crime-Story mit atemberaubend-tragischem Finale. Zugleich zeigt der Film das vielschichtige Gesicht von Marokkos legendärer Metropole Casablanca: Die Moderne von Internetcafés, Szenebars und kühlem Neonlicht neben Elendsvierteln, überfüllten Bussen und unfertigen Neubauvierteln.
Autor und Regisseur Fauouzi Bensaidi, der hier auch gleich die Rolle des Auftragskillers übernahm, wurde bereits für seine vorherigen Filmprojekte mehrfach ausgezeichnet. Mit „WWW– What a Wonderful World“, seinem zweiten Spielfilm, ist ihm ein eigenständiger und aufregend neuer Ton im arabischen Kino gelungen.
Casablanca – die mythenreiche Stadt in Nordafrika, die zugleich auch eine moderne, pulsierende Metropole ist. Eine Stadt voller faszinierender Kontraste. Kenza ist Verkehrspolizistin. Meist steht sie in gleißender Sonne auf einer Kreuzung und dirigiert das vorbeiziehende Ballett von Motorrädern, Autos, Bussen und Lastwagen. Kenza verdient ein Zubrot, indem sie ihr Handy minutenweise an diejenigen vermietet, die sich kein eigenes Telefon leisten können. So etwa ihrer besten Freundin Souad. Souad arbeitet als Putzfrau bei reichen Leuten und gelegentlich als Prostituierte. Ihr Lieblingskunde ist der Auftragskiller Kamel.
Kamel, abgebrüht und wortkarg, wohnt hoch über den Dächern Casablancas. Er erhält seine Aufträge via Internet, mordet eiskalt – und ruft nach vollbrachter Tat immer Souad an. Eines Tages aber antwortet Kenza. Der coole Killer verliebt sich augenblicklich in die unbekannte, aufregende Stimme, obwohl Kenza ihm ihren Namen und ihren Beruf verschwiegen hat. Kamel ist besessen von dem Gedanken, die dazugehörige Frau ausfindig zu machen. Doch auch Kenza geht der mysteriöse Anrufer nicht mehr aus dem Kopf.
Und dann ist da noch der junge Hicham, der als Botenfahrer für seinen alten Vater sorgt und vom besseren Leben in Europa träumt. Um sein Ziel zu erreichen, hackt er sich illegal durch die Computernetze und kommt dabei Kamels kriminellen Internet-Verbindungen in die Quere.
Bald scheint jeder jeden zu verfolgen …


Montag, 21. Juli 2008
Wie in der Hölle (L'Enfer)
Frankreich 2005, 90 Min.
Regie: Danis Tanovic, Drehbuch: Krzysztof Piesiewicz_Darsteller: Jacques Gamblin, Jean Rochefort, Guillaume Canet, Jacques Perrin, Carole Bouquet, Emmanuelle Béart
Die Trilogie „Heaven, Hell und Purgatory“ (Fegefeuer), die Regiealtmeister Krzysztof Kieslowski vor seinem Tod zusammen mit dem Autor Krzysztof Piesiewicz verfasste, blieb in der Realisierung unvollendet. Nachdem Tom Tykwer 2002 mit „Heaven“ den Anfang wagte, folgt nun Oscar-Preisträger Danis Tanovic („No Man's Land“) mit dem zweiten Teil: „Wie in der Hölle“.
Ein traumatisches Ereignis in der Kindheit der Schwestern Sophie, Celine und Anne wirft seine mächtigen Schatten voraus. Das Leben der drei erwachsenen Frauen ist geprägt von Misstrauen, Zweifel, Angst und Schmerz. Sophie hegt den dringenden Verdacht, ihr Ehemann könne sie betrügen. Anne hat eine unglückliche Affäre mit einem verheirateten Professor. Und Celine ist gar nicht erst fähig, eine Beziehung einzugehen. Stattdessen kümmert sie sich aufopfernd um die an den Rollstuhl gefesselte vergrämte Mutter. Als wie aus dem Nichts ein geheimnisvoller junger Mann auftaucht, werden die Schwestern mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert. Jetzt müssen sie sich ihrer Vergangenheit stellen...
(www.wie-in-der-hoelle.de)


Montag, 28. Juli 2008
Ich, Immendorf
D 2007, 98 Min., DVD
Regie und Buch: Nicola Graef
Er war Deutschlands berühmtester Chronist, wie kaum ein anderer hat er sich jahrelang intensiv an der deutschen Geschichte auf der Leinwand abgearbeitet: der Düsseldorfer Maler Jörg Immendorff. Immendorff provozierte und polarisierte gleichermaßen – als Künstler, als Mensch, als Macho und als Mann der Boulevard-Schlagzeilen.
Am 28. Mai 2007 verstarb er nach langer Krankheit in Düsseldorf an Herzversagen. Fast 10 Jahre litt der Maler an der Nervenkrankheit ALS, die zum völligen Erlahmen seiner Arme und Beine führte. Der Dokumentarfilm „Ich, Immendorf“ begleitet den Künstler knapp zwei Jahre bis zu seinem Tod.
Die Regisseurin Nicola Graef besuchte Immendorff in seinem Atelier und zeigt, wie er trotz langsam erlahmender Arme und Beine weiter neue Kunstwerke schuf und an der Düsseldorfer Kunstakademie lehrte.
Wie veränderte die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit und die Unausweichlichkeit dieser Situation sein Leben und seine Kunst?
Der Dokumentarfilm begleitet Immendorff bei den Ausstellungsvorbereitungen für die große Retrospektive in der Berliner Nationalgalerie. Freunde und Künstlerkollegen wie Markus Lüpertz, Jonathan Meese, Tilman Spengler oder Kasper König kommen zu Wort, ebenso seine Mutter Irene Immendorff sowie Oda Jaune, seine junge Ehefrau und ehemalige Studentin.
Graefs Film ist auch eine Hommage an einen Mann, der in seiner starken Prägung durch Joseph Beuys den Kampf für eine bessere Welt und den Widerstand gegen Ungerechtigkeit nie aufgegeben hat, weder als Künstler noch als Mensch


Montag, 4. August 2008
Shine a Light
USA 2008, 122 Min., FSK: ohne
Regie: Martin Scorsese, Darsteller: Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood, Charlie Watts, Christina Aguilera, Jack White III, Buddy Guy
Im Herbst 2006 geben die Rolling Stones zwei Konzerte im New Yorker Beacon Theatre. In der fast intimen Atmosphäre des alten Theaters wird noch einmal klar, warum Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts als Legenden gelten. Vor einem begeisterten Publikum, zu dem auch Hilary und Bill Clinton gehören, performen die Stones ihre Welthits ebenso wie weniger bekannte Songs. Gastauftritte von Christina Aguilera, der Blues-Legende Buddy Guy und Jack White („White Stripes“) machen den Abend unvergesslich.
Nach seinem Oscar für „Departed“ schwenkt Regisseur Martin Scorsese die Kameras auf die erfolgreichste Rockband der Welt: Die Rolling Stones. Sein Film SHINE A LIGHT ist aber nicht nur eine Meisterleistung als Regisseur. Der Film ist auch ein Gipfeltreffen der besten Kameramänner und –frauen Hollywoods, die das Konzert aus allen erdenklichen Blickwinkeln festhalten. Dazu vermittelt eine brillante Tonspur das Gefühl, als stünde man mittendrin. SHINE A LIGHT ist damit besser als jeder Konzertbesuch.
(www.shinealight.kinowelt.de)


Montag, 11. August 2008
Eine fatale Entscheidung (Le petit Lieutenant)
Frankreich 2005, 110 Min.
Regie und Buch: Xavier Beauvois, Drehbuch Xavier Beauvois, Guillame Bréaud, Jean-Eric Troubat, Darsteller: Nathalie Baye, Jalil Lespert, Roschdy Zem
Nach Abschluss der Polizeischule fängt Antoine begeistert bei der Pariser Kriminalpolizei an. Er ist in der Einheit von Caroline Vaudieu, die nach zwei Jahren Pause und einer Alkoholentziehungskur nichts von ihrer Anerkennung bei den Kollegen verloren hat.
Während sie gemeinsam an der Aufklärung eines Mordes an einem polnischen Obdachlosen arbeiten, lernt Caroline die Fähigkeiten von Antoine schätzen, fühlt sich aber auch an ihren verstorbenen Sohn erinnert. Als Antoine und sein Kollege Louis auf der Suche nach einem russischen Verdächtigen eine Obdachlosenunterkunft kontrollieren, treffen sie eine fatale Entscheidung …


Montag, 18. August 2008
Zehn Fragen an den Dalai Lama_(10 Questions for the Dalai Lama)
Indien/Tibet 2006, 82 Min., FSK: ohne, OmU, DVD
Regie und Buch: Rick Ray, Darsteller: Tenzin Gyatso (14. Dalai Lama)
Warum erscheinen uns arme Menschen oft glücklicher als reiche? Muss eine Gesellschaft auf dem Weg in eine moderne Zukunft seine Traditionen verlieren? Wie begegnet man Gewalt, wenn man Gewalt ablehnt? Können wir unsere Umwelt retten? In einer 45minütigen Audienz in seiner Residenz in Dharamsala konnte der amerikanische Filmemacher Rick Ray Seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama vor laufender Kamera zehn Fragen stellen.
Die Antworten sprechen von der außergewöhnlichen Weisheit und dem klugen Humor der höchsten weltlichen und religiösen Autorität des buddhistischen Tibet. Sie lassen uns über die Welt und das Leben nachdenken – und machen deutlich, dass wir längst in einer globalisierten Welt leben, die nach globalen Antworten und globalem Handeln verlangt.
(www.10fragen-dalailama.de)

Montag, 25. August 2008
Verführung einer Fremden_(Perfect Stranger)
USA 2006, 109 Min., FSK: 16
Regie: James Foley, Drehbuch: Todd Komarnicki, Darsteller: Bruce Willis, Halle Berry, Giovanni Ribisi, Nicki Aycox, Jason Antoon, Patti D'Arbanville, Kathleen Chalfant,
Um den Mord an ihrer besten Freundin aufzuklären, ermittelt Ro (Halle Berry) undercover und loggt sich anonym in diverse Online-Kontaktbörsen ein.
Der charmante Hill, gespielt von einem schillernden Bruce Wilis, ist ihr Hauptverdächtiger. Ro schleicht sich als Aushilfe in seine Firma ein und beginnt gleichzeitig im Chatroom eine heiße virtuelle Affaire. Gelingt es dem Lockvogel, den Mörder zu überführen, oder gerät sie auch in Lebensgefahr?
(www.verfuehrung-einer-fremden.de)


Montag, 1. September 2008
Wenn die Flut kommt (Quand la mer monte)
Franreich/Belgien 2004, 90 Min. FSK: ohne, OmU
Regie: Yolande Moreau, Gilles Porte, Drehbuch: Gilles Porte, Yolande Moreau, Darsteller : Yolande Moreau, Wim Willaert, Jacky Berroyer, Jacques Bonnaffé, Nand Buyl, Séverine Caneele, Gilles Deffacques
Unter dem grauen Himmel Nordfrankreichs ereignet sich eine aussergewöhnliche Liebe zwischen gewöhnlichen Menschen, die sich zwischen Bühne und Strasse langsam anschleicht. „Quand la mer monte“: Eine Art französisches Roadmovie.
Irène (Yolande Moreau) ist Schauspielerin und tourt mit ihrem Bühnenprogramm „Sale Affaires“ durch das ländliche Nordfrankreich. In diesem spielt sie eine tragisch-komische Mörderin auf der Suche nach der grande amour. Dabei ist es Teil jeder Vorstellung, dass ein potentieller Liebhaber aus dem Publikum ausgewählt wird, „das Küken“, wie sie sich ausdrückt. In einem der Provinznester trifft sie auf Dries (Wim Willaert), der ihr erstmal bei einer Autopanne und am Abend bei der Vorstellung als Küken aushilft. Dries ist ein Lebenskünstler, ein bodenständiger Mensch mit aufbrausendem Temperament und seltsam holzigem, weil belgischem Dialekt. Er wird auch in den folgenden Vorstellungen als Küken auserkoren und eh sich Irène versieht, tourt sie mit ihrem Küken durch Nordfrankreich. Ganz langsam und zögerlich entwickelt sich eine eigentlich unmögliche Liebesgeschichte.
César Awards, France
2005 César Award – Beste Darstellerin
2005 César Award – Yolande Moreau, Gilles Porte, Bester Erstlingsfilm


Montag, 8. September 2008
I‘m a Cyborg, But That‘s OK (Saibogujiman kwenchana)
Republik Korea 2006, 105 Min., FSK: 12, OmU
Regie und Buch: Park Chan-wook, Darsteller: Dal-su Oh, Byeong-ok Kim, Lim Soo-jung, Jung Ji-hoon
Young-gun ist überzeugt ein Cyborg zu sein. Sie spricht mit Getränkeautomaten und Lampen, verweigert menschliche Nahrung und trägt eine Brotdose mit Batterien bei sich, um sich jederzeit wieder aufladen zu können. In einer Nervenklinik begegnet sie Il-sun, der glaubt, er könne anderen Menschen ihre Fähigkeiten klauen. Und auch wenn sich das für einen Cyborg nicht gehört, entwickelt Young-gun Gefühle für Il-sun. Regisseur PARK Chan-wook („Oldboy“, „Lady Vengeance“) bezeichnet „I'm a Cyborg, but that’s OK“ als „kind of a romantic comedy“ – das lässt jeden, der das Werk des Ausnahmeregisseurs kennt, einiges erahnen. Doch der Film sprengt die Dimension des Vorstellbaren. Die abgedrehte Mischung aus „Einer flog über's Kuckucksnest“, dem Ideenreichtum Michel Gondrys und der visuellen Kraft des koreanischen Kinos ist ein beinahe anarchistisches Meisterwerk.
„herrlich abstruser Anstaltsfilm“ taz
„in einer sonderbaren Verdrehung der romantischen Teenie-Komödie und mit erfindungsreichen Bildern, elegantem Schnitt, großartiger Musik und entzückenden kleinen Momenten wie einen endlosen Kuss auf zischenden Düsen.“ Der Tagesspiegel
„Wussten Sie eigentlich schon, dass Koreaner ganz gut jodeln können?" Die Welt
(www.im-a-cyborg.de)


Montag, 15. September 2008
Ein perfekter Platz (Fauteuils d'Orchestre)
Frankreich 2005, 105 Min.,
Regie: Danièle Thompson, Drehbuch: Christopher Thompson, Danièle Thompson, Darsteller: Sydney Pollack, Albert Dupontel, Laura Morante, Annelise Hesme, Christopher Thompson, Claude Brasseur
Jessica (Cécile de France), eine junge Frau aus der Provinz, zieht spontan nach Paris – quasi auf den Spuren ihrer geliebten Großmutter (Suzanne Flon), die ihr Leben lang als Toilettenfrau in Pariser Luxushotels gearbeitet hat. Jessica ist voller Optimismus, Begeisterung und platzt vor Tatendrang. Doch in der Hauptstadt Arbeit und Unterkunft zu finden, gestaltet sich schwieriger als erwartet. Sie ergattert schließlich einen Job als Aushilfskellnerin in einem kleinen Bistro in der luxuriösen Avenue Montaigne, das in unmittelbarer Nachbarschaft eines Theaters, eines Konzertsaals und eines Auktionshauses liegt. Dort lernt Jessica in den folgenden Tagen eine Hand voll faszinierender Menschen kennen: eine hysterische Schauspielerin (Valérie Lemercier), die von anspruchsvollen Rollen träumt; einen Konzertpianisten (Albert Dupontel), der des Klassik-Zirkus überdrüssig ist; einen reichen Kunstsammler (Claude Brasseur), der sich von seinen Schätzen trennen will, und dessen Sohn (Christopher Thompson), der mit dem Vater einige Rechnungen offen hat. Und nicht zuletzt eine patente Theater-Concierge (Dani), die kurz vor der Rente steht und die naive, unbekümmerte Provinzlerin unter ihre Fittiche nimmt. Zufallsbegegnungen, die nicht nur Jessicas Leben prägen und verändern werden, sondern auch das Leben der Anderen ...


Montag, 22. September 2008
Jazzin‘ the Black Forest
D 2006, 89 Min., teilw. OmU
Musikdokumentarfilm von Elke Baur
Keinen anderen europäischen Jazzproduktionen wurde in den letzten Jahren so viel Beachtung geschenkt, wie dem deutschen Jazzlabel MPS (Musik Produktion Schwarzwald). So wurden in 20 Jahren über 600 Jazzplatten veröffentlicht, viele vom Gründer und Besitzer Hans-Georg Brunner Schwer im eigenen Tonstudio produziert. Dabei veröffentlichten nicht nur einheimische Musiker wie Wolfgang Dauner, Albert Mangelsdorff und Eberhard Weber ihre Platten auf dem Label, auch Stars wie z.B. Oscar Peterson, George Duke, Jean-Luc Ponty, Lee Konitz oder Charly Mariano gehörten zum festen Künstlerstamm.
Elke Baurs Dokumentarfilm MPS – Jazzin’ The Black Forest ist ein liebevoll montiertes Porträt des Labels und seines Gründers, der 2004 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Interviews mit vielen Protagonisten und selten gezeigte musikalische Live-Dokumente lassen eine Ära und den &Mac226;Most Perfect Sound‘ lebendig werden.
„Elke Baur hat ein wichtiges filmisches Dokument über die deutsche Jazzszene und über den unikalen Stellenwert, den MPS und auch Villingen viele Jahre für die Jazzmusik hatten, geschaffen“ (Jazz Podium)


Montag, 29. September 2008
Hunting Party
USA 2007, 103 Min.; FSK: 12
Regie und Buch: Richard Shepard, Darsteller: Richard Gere, Terrence Howard, James Brolin, Joy Bryant, Jesse Eisenberg, Diane Kruger, Kristina Krepela
TV-Kriegsberichterstatter Simon Hunt und Kameramann Duck arbeiten immer dort, wo es am brenzligsten ist: Bosnien, Irak, Somalia, El Salvador. Doch eines Tages dreht Hunt durch – das Ende seiner Karriere. Ihre Wege trennen sich. Fünf Jahre später begegnen sie sich überraschend in Sarjevo und begeben sich auf eine gefährliche Mission: Hunt weiß, wo sich der meistgesuchte bosnische Kriegsverbrecher versteckt. Das könnte der Knüller ihres Lebens sein; wenn sie lange genug leben, um darüber zu berichten …
Basierend auf einer wahren Geschichte, die im Esquire-Artikel „What I Did On My Summer Vacation“ im Jahr 2000 von Scott Anderson erschien, ist „The Hunting Party“ ein abenteuerlicher Roadtrip, in dem drei Journalisten versuchen, fünf Jahre nach dem Bosnien-Krieg durch die Jagd auf einen Kriegsverbrecher reich und berühmt zu werden.
(www.huntingparty-film.de)


Jeweils Montag um 20 Uhr im „CinemaxX“ im K3
Eintritt: EUR 4.50, OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Vorverkauf ab Dienstag an der Kinokasse, telefonisch unter HN-9190919 oder unter „www.cinemaxx.de“.

Die Filmtexte entstammen auszugsweise, soweit nicht extra vermerkt, von den Seiten "www.spielfilm.de".

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