Unser Programm Juli - September 2007

Mittwoch, 4. Juli 2007
Bamako
Mali, Frankreich 2006, 115 Min.
Buch und Regie: Abderrahmane Sissako
Darsteller: Aissa Maiga, Hélène Traoré, Haméye Mahalmadane, William Bourdon, Danny Glover
Die bildhübsche Melé arbeitet als Sängerin in einer Bar, ihr Mann Chaka ist arbeitslos. Im Hof ihres Hauses in Malis Hauptstadt Bamako, wo sie zusammen mit anderen Familien leben, installiert sich ein Gericht. Vertreter der afrikanischen Bevölkerung haben einen Prozess angestrebt gegen den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank, weil sie diese zur Rechenschaft ziehen wollen für das, was auf dem afrikanischen Kontinent schief läuft. Der Wohnhof wird also gleichzeitig Gerichtshof, und während Anklagende, Zeugen und Verteidiger ihre Standpunkte vertreten, spielt das Leben munter weiter, als wäre da gar nichts Besonderes. Und damit wird aus dem vollen afrikanischen Leben heraus darüber debattiert, wie die nördliche Welt mit der südlichen umgeht, erhält ein ernsthaftes und interessantes Thema eine unterhaltsame Form der Vermittlung. Ein spannender Film zur Zeit und ein gewitztes Lehrstück nicht nur in bezug auf Afrika.
Walter Ruggle, www.trigon-film.org/de/movies/Bamako

«Der schweifende Blick, die Rolle des Gesangs, die Momente des Atemholens und des Schweigens sind etwas, das in anderen Filmen nicht zu haben ist. Und schon deshalb ist BAMAKO ein singuläres Ereignis im täglichen Kinoallerlei.»
Michael Althen, FAZ

«Einen filmpolitisch dringlicheren und poetischeren Film wird man so schnell nicht finden.»
Julia Marx, Tages-Anzeiger, Zürich



Mittwoch, 11. Juli 2007
Marie Antoinette
USA 2006, 123 Min.
Regie und Buch:Sofia Coppola
Darsteller: Aurore Clement, Asia Argento, Kirsten Dunst, Judy Davis, Shirley Henderson, Rip Torn, Molly Shannon
Pomp meets Pop: Basierend auf der Biographie von Antonia Fraser inszenierte Oscar®-Preisträgerin Sofia Coppola („Virgin Suicides“, „Lost in Translation“) „Marie Antoinette“ in einem Rausch von Bildern und Kostümen an Originalschauplätzen in Frankreich und mit einem konsequent modernen Soundtrack (u.a. The Strokes,Siouxsie and the Banshees, The Cure, New Order, Air).
Marie Antoinette (Kirsten Dunst), wird von ihrer Mutter, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia (Marianne Faithfull) als 14-Jährige an den französischen Thronfolger Ludwig XVI. (Jason Schwartzman) verheiratet und muss ihre Heimat für immer verlassen. In Paris wird sie anfangs wie eine Pop-Ikone vom Volk und der Presse bejubelt. Sie selbst aber ist nicht glücklich. Da ihr junger Gatte seine ehelichen Pflichten nicht erfüllt, ist sie am französischen Hof den Intrigen schutzlos ausgeliefert und flüchtet sich mehr und mehr in kostspielige Ablenkungen. In der Luxus-Hochburg Paris wird Mode gemacht, die ganze Welt folgt dem Stil des Hofes und kauft die französischen Luxuswaren. Gleichzeitig leidet Frankreich unter einem riesigen Schuldenberg. Die Öffentlichkeit, die anfangs noch die junge Schönheit vergötterte, findet in der „Ausländerin“ schnell den Sündenbock für alle Probleme. Wie viele heutige Lieblinge der Regenbogenpresse, fällt Marie Antoinette tief in der Gunst des Publikums. An ihr wird das Scheitern des alten Regimes festgemacht. Während der Hof viel zu langsam auf die politischen und sozialen Veränderungen im Land reagiert, nimmt die wütende und hungernde Bevölkerung das Zepter in die Hand.
www.marieantoinette.de



Mittwoch, 18. Juli 2007
Höllentour
D 2004, 120 Min.
Regie und Drehbuch: Pepe Danquart
Darsteller: Erik Zabel, Rolf Aldag, Andreas Klöden, Alexander Winokurow, Steve Zampieri, Dieter Ruthenberg, Mario Kummer, Serge Laget
Das härteste Fahrradrennen der Welt, die Tour de France, wurde im 2003 einhundert Jahre alt. Jahr für Jahr fesselt das spektakuläre Großereignis Millionen Zuschauer, die weltweit die Bilder von Massenankünften, quälenden Berganstiegen und kräftezehrenden Zeitfahren verfolgen.
Pepe Danquart hat diese Jubiläumstour mit drei Kamerateams begleitet. HÖLLENTOUR ist alles andere als ein „offizieller“ Tour-de-France-Film, inmitten der Schönheit der Landschaft und der Spannung des Rennens schildert Danquart auch das Leiden und die Schmerzen, die Ängste und Schwächen seiner Helden. Er liefert eine Innenansicht der Tour und bringt die Menschen auf dem Sattel nahe – allen voran die langjährigen Freunde Erik Zabel und Rolf Aldag.
www.hoellentour-derfilm.de



Mittwoch, 25. Juli 2007
Easy Rider
USA 1969, 94 Min., FSK: 16
Regie: Dennis Hopper
Darsteller: Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Luke Askew, Antonio Mendoza, Mac Mashourian, Phil Spector, Karen Black
Wiederaufführung mit neuen Filmkopien.
Los Angeles, Ende der 60er: Durch einen Kokain-Deal mit dem nötigen Startkapital versehen, brechen Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) mit ihren Harleys zum Mardi Gras Festival in New Orleans auf. Während ihres Trips durch die weiten Wüstenregionen des amerikanischen Südwestens begegnen sie aufgeschlossenen Farmern und einer Hippie-Kommune in New Mexico. Bei einem kurzen Gefängnisaufenthalt machen sie die Bekanntschaft des jungen trinkwütigen Anwalts George Hanson (Jack Nicholson). Zu dritt fahren sie der verheißungsvollen Freiheit der endlosen Highways hinterher, doch je weiter sie nach Süden vordringen, desto aggressiver schlägt ihnen der Hass konservativer Rednecks entgegen.
Mit seiner Geschichte der modernen Outlaws demontierte Regiedebütant Dennis Hopper nicht nur den Mythos vom amerikanischen Traum. Er erzählt vom Untergang der Illusionen einer ganzen Generation und vom Scheitern eines selbstbestimmten Lebens in einem von Konformismus geprägten Land.
www.neuevisionen.de



Mittwoch, 1. August 2007
Zwei Tage Paris (Deux jours à Paris)
F 2007, 100 Min., FSK: 12
Regie und Buch: Julie Delpy
Darsteller: Adam Goldberg, Julie Delpy, Daniel Brühl, Chick Ortega, Albert Delpy, Marie Pillet, Aleksia Landeau, Adan Jodorowsky, Alexandre Nahon, Verónica Redondo Moreno
Lebensnahe und spritzige französisch-amerikanische Culture-Clash-Komödie von und mit Julie Delpy (BEFORE SUNRISE)
Brauchen wir wirklich noch eine Komödie, die ihren Witz vornehmlich aus kulturellen Unterschieden und dem ewigen Konflikt zwischen Mann und Frau zieht? Die Antwort: Klar, wenn sie so gut gemacht ist wie Julie Delpys neuester Film. Nach Broken Flowers und Before Sunset meldet diese sich eindruckvoll mit ihrer Culture-Clash-Komödie „2 Tage Paris“ zurück. Diesmal spielt sie nicht nur die Hauptrolle, sondern zeichnet sich auch für das wortspritzige Drehbuch und die Regie verantwortlich. Der Film lief auf der Berlinale 2007 in der Sektion Panorama Special.
www.2tage-paris.de



Mittwoch, 8 August 2007
Lady Vengeance (Chin-Jeol-Han Geum-Ja-Ssi)
Korea 2005, 112 Min.
Regie: Park Chan-wook
Drehbuch: Park Chan-wook, Chung Seo-kyung
Darsteller: Choi Min-sik, Lee Young-ae, Kwon Yea-young, Kim Si-hu, Nam Il-woo
Mit „Lady Vengeance“ beendete der koreanische Regisseur Park Chan–wook seine Rache-Trilogie, die er 2002 mit „Sympathy for Mr. Vengeance“ begann und zwei Jahre später mit „Old Boy“ fortsetzte. Erstmals steht mit der bildschönen Lee Geum ja nun eine weibliche Rächerfigur im Mittelpunkt. Als angebliche Kindermörderin hat sie 13 Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen und als vorbildlicher Häftling Reue gezeigt. Doch schon bei ihrer Entlassung verwandelt sich die liebliche Frau in einen kühlen Racheengel. Blutroter Lidschatten ziert ab sofort ihre Augenlieder, eine dezente Kriegsbemalung, die nicht von Tränen verwischt werden kann. Sie findet den wahren Mörder, der noch andere Kinder getötet hat, und bringt ihn schließlich mit den Eltern seiner Opfer zusammen.
Die Filme von Park Chan-wook sind meilenweit entfernt vom konventionellen Action oder gar Exploitation-Kino, es sind vielmehr moralische Fabeln, die weitgehend ohne Sadismen und reaktionäre Züge auskommen. Voller Zärtlichkeit für die Hauptfigur, voller Sinn für filmische Poesie und Schönheit ist ihm mit „Lady Vengeance“ ein Meisterwerk gelungen.
www.lady-vengeance.de



Mittwoch, 15 August 2007
La Vie en Rose
F 2006, 140 Min.
Regie und Buch: Olivier Dahan
Darsteller: Marion Cotillard, Sylvie Testud, Pascal Greggory, Emmanuelle Seigner, Jean-Paul Rouve, Clotilde Courau, Jean-Pierre Martins, Catherine Allégret
Schon als kleines Mädchen landet sie auf heruntergekommenen Straßen des Pariser Bezirks Belleville und doch schafft sie es ins glitzernde Rampenlicht von New Yorks berühmtesten Konzertsälen – Edith Piafs Leben war ein einziger Kampf. Ein Kampf um Liebe, Leidenschaft, Anerkennung, Überleben und Leben. Von der Mutter verlassen, aufgewachsen in größter Armut, umgeben von Nutten und Zuhältern, machte ihre magische Stimme sie zum Weltstar auf beiden Seiten des Atlantiks. Unvergessen ihre Live-Auftritte und ihre unverwechselbaren Interpretationen von Liedern, die durch sie auf der ganzen Welt berühmt wurden, wie „La vie en rose“, „Milord“, „Hymn to Love“ „Non, je ne regrette rien“ und viele mehr. Aber auch ihre leidenschaftlichen Affären und die Freundschaften mit bedeutenden Zeitgenossen – Yves Montand, Jean Cocteau, Charles Aznavour, Box-Weltmeister Marcel Cerdan und Marlene Dietrich – rückten sie immer wieder ins Rampenlicht.
Nie gab Edith Piaf den Kampf mit ihrem Schicksal auf. Höhenflüge und Glück wechselten sich ab mit Dramen und tragischen Abstürzen. Die Welt feierte sie und nahm ebenso Anteil an ihrem Schicksal, und allen war klar, dass sich der „Spatz von Paris“, wie sie liebevoll genannt wurde, irgendwann einmal die Flügel verbrennen wird.
www.piaf.film.de



Mittwoch, 22. August 2007
Montag kommen die Fenster
D 2006, 88 Min.
Regie und Buch: Ulrich Köhler
Darsteller: Jan Menzen, Isabelle Menke, Amber Bongard, Hans-Jochen Wagner, ElisaSeydel, Ingo Haeb, Ilie N_stase, Trystan Wyn Pütter, Rudi Berger
Es könnte ein glücklicher Moment sein im Leben einer Kleinfamilie. Die Ärztin Nina hat ein paar Tage Urlaub genommen. Hausmann Frieder legt Fliesen. Tochter Charlotte spielt in ihrem neuen Kinderzimmer. Doch Nina steht entfremdet in den halbleeren Räumen. Ohne Nachricht lässt sie ihre Familie zurück.
Sie besucht ihren Bruder im Ferienhaus der Eltern, streift ziellos durch eine surreale Mittelgebirgslandschaft und landet bei einem alternden Tennis-Star in einem Sporthotel, einem Beton-Ufo aus einer anderen Zeit. Ninas Ausbruchversuch gipfelt nicht in existentialistischer Revolte, sondern in der flüchtigen Begegnung zweier Menschen, die sich nicht mehr heimisch fühlen in ihrer Welt. Wie eine Schlafwandlerin kehrt sie Schritt für Schritt zu ihrer Familie zurück.
„ Mitten in den Renovierungsarbeiten desertiert die Heldin von Mann und Kind. Mit dem Auto, dem Fahrrad, schließlich zu Fuß, bis sie in einem Sporthotel in den Bergen landet, das in seiner labyrinthischen Verwunschenheit nicht zufällig an Kubricks „Shining“ erinnert. Es ist ein surrealer Ort in einer stillgelegten Gegenwart. Hier zieht uns Köhler hinein in eine Stimmung, die man sonst nur in den übersensiblen Zuständen der Schlaflosigkeit kennt. In eine Welt, in der sich Märchenwald und Alltag in undramatischer Schwebe befinden. Und in der es nicht weiter erstaunt, dass die Tennislegende Ilie Nastase einen wunderbar melancholischen Auftritt als Wiedergänger aus den Siebzigern hat.“ DIE ZEIT
www.451.eu/montag



Mittwoch, 29. August 2007
Keine Sorge, mir geht's gut (Je vais bien, ne t'en fais pas)
F 2007, 96 Min., FSK: 6
Regie: Philippe Lioret
Drehbuch: Philippe Lioret , Olivier Adam
Darsteller: Isabelle Renauld, Julien Boisselier, Aissa Maiga, Kad Merad, Melanie Laurent, Simon Buret, Mickaël Trodoux
Es ist nicht einfach, über einen Film zu schreiben, der einen verträumt und verzaubert im Kinosessel zurückläßt. Denn genau dies ist die treffende Wortwahl für die Wirkung von Philippe Liorets Film „Keine Sorge, mir geht's gut“. Einem Magier gleich, der seine Tricks so reibungslos vorführt, daß der Zuschauer sprachlos und verblüfft zurückbleibt, sich fragend, wie das eben Gesehene nur möglich sein kann, belegt die französische Produktion den Zuschauer mit einem Zauber, den man heutzutage nur noch selten auf der Leinwand antrifft.
www.keinesorgemirgehtsgut.de



Mittwoch, 6. September 2007
The Cemetery Club
Israel 2006, 90 Min.
Regie und Buch: Tali Shemesh
Nationalfriedhof Mount Herzl in Israel. Jeden Samstag morgen die gleiche Prozession: Bestückt mit Plastik-Klappstühlen und Essensboxen zieht eine Gruppe älterer Menschen an dem Grabstein des Wegbereiters des politischen Zionismus vorbei, um es sich unter dem Schatten einer ausladenden Kiefer bequem zu machen. Die „Mount Herzl Academy“ tagt. Fünf Jahre lang hat die Filmemacherin Tali Shemesh die Gruppe begleitet, deren Zweck, neben der Diskussion kultureller und zeitgeschichtlicher Fragen laut Satzung darin besteht, der Vereinsamung im Alter vorzubeugen. Im Mittelpunkt stehen Minya, die zurückhaltende und eher schweigsame Großmutter der Regisseurin, und Lena, deren dominante Schwägerin – zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und die das Schicksal doch fest aneinandergebunden hat. Mit großer erzählerischer Sicherheit bewegt sich der Film zwischen der Gruppe, deren Mitglieder nach und nach sterben, und Lenas privatem Drama, das stellvertretend für das Trauma derer steht, die den Nazi Terror überlebt haben. Mit „The Cemetery Club“ gelingt der Regisseurin ein ergreifendes, sehr persönliches und unerwartet humorvolles Portrait der Holocaust Generation, wie wir es so noch nie gesehen haben. (DOK Leipzig 2006)
„...schön und bitter und komisch und beklemmend und nachdenklich und gefühlvoll und, alles in allem, einfach herzerwärmend.“ DIE ZEIT
„... ein Glücksfall. Denn der Debattierclub der Überlebenden der Shoah markiert eine wunderbar eigenwillige Schnittstelle zwischen öffentlicher und privater Geschichtsschreibung.“ TAZ



Mittwoch, 12. September 2007
The Host (Gue-Mool)
Südkorea 2006, 119 Min., FSK: 16
Regie: Joon-ho Bong
Drehbuch: Joon-ho Bong, Chul-hyun Baek
Darsteller: Kang-ho Song, Hie-bong Byeon, Hae-il Park
Brillanter, vielschichtiger Genre-Mix in bester Monsterfilmtradition. Erfolgreichster Film aller Zieten in Korea.
In Südkorea hat er annähernd 100 Millionen Dollar eingespielt, avancierte damit zum dort erfolgreichsten Film aller Zeiten und wurde statistisch gesehen von beinahe jedem dritten Einwohner des nordostasiatischen Landes im Kino gesehen. Die Rede ist vom südkoreanischen Ausnahmeblockbuster „The Host“ von Regisseur Joon-ho Bong, der bereits in der High School die Idee zu diesem Monsterfilm hatte. Bei solchen Erfolgsmeldungen sind die Vermarktungsrechte eines Films natürlich weltweit gefragt und so strebt das Science-Fiction-Drama um ein mutiertes Wesen, welches im Han-Fluss in der Millionenmetropole Seoul haust, sich nun auch an, die Menschen in Scharen in die westlichen Lichtspielhäuser zu locken. Auch der Kampf um die Remakerechte ist zwischen den amerikanischen Filmstudios bereits entbrannt. www.hostmovie.com



Mittwoch, 19. September 2007
Joe Strummer – The Future is unwritten
Irland/GB 2007 , 123 Min.
Regie Julien Temple
Darsteller: Joe Strummer, Bono, John Cusack, Johnny Depp, Matt Dillon, Topper Headon, Mick Jones, Steve Jones
Als Frontmann von The Clash schrieb Joe Strummer Musikgeschichte. »London Calling« oder »Should I Stay Or Should I Go« haben sich ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt. Als Revolutionäre der Punk- und Rockmusik repräsentierten The Clash politische Inhalte über kommerzielle Interessen hinaus und prägten die Haltungen von ganzen Generationen.
Der Film porträtiert den Musiker jenseits der Mythen und Legenden, die sich um die Begründer des Punkrock ranken. Strummers Ideen, Erfahrungen und Erfolge sind der Brennpunkt der Geschichte, die Julien Temple zu einem epischen Abenteuer arrangiert. In virtuos geschnittenen Bildern inszeniert er die Erinnerung an Strummer, bringt Musik und Persönlichkeit, Politik und Menschlichkeit zusammen. Vier Jahre nach Strummers Tod befragt er Weggefährten und Freunde wie Bono von U2, Matt Dillon, Johnny Depp, Jim Jarmusch, John Cusack oder die Weinstein-Brüder. Dabei erscheint sein Leben, wie es gelebt wurde. Strummers wilde Musikerexistenz ist Material – ein zerrissenes, rohes, handgemachtes Arsenal an Authentizität – das pure Substrat einer Ära. In einer Zeit, der es an kulturellen Inspirationsfiguren mangelt, stellt der Film die Titelfigur, ihr künstlerisches und politisches Handeln in einen umfassenden kulturellen Zusammenhang, der diegesamte zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts umfasst.
Julien Temple, der seit »The Great Rock'n'Roll Swindle« und »The Filth And The Fury« einer der renommiertesten Dokumentarfilmer ist, schuf eine intime Hommage an einen Freund und setzte gleichzeitig einer internationalen Symbolfigur ein faszinierendes und wahrhaftig ergreifendes Denkmal.
www.strummer-derfilm.de



Mittwoch, 26. September 2007
Schräger als Fiktion (Stranger than Fiction)
USA 2006, 113 Min., FSK: 6
Regie: Marc Forster
Drehbuch: Zach Helm
Darsteller: Dustin Hoffman, Will Ferrell, Linda Hunt, Queen Latifah, Emma Thompson, Maggie Gyllenhaal, Tom Hulce
Schriftstellerin Kay Eiffel (Emma Thompson) ringt mit sich, wie sie ihren letzten und möglicherweise besten Roman abschließen soll – sie muss sich nur noch ausdenken, wie sie ihre Hauptperson, Harold Crick, am besten umbringen kann, dann wäre ihr Buch fertig. Sie hat jedoch keine Ahnung, dass Harold Crick (Will Ferrell) in der wahren Welt auf unerklärliche Weise tatsächlich am Leben – und sich plötzlich ihrer Worte bewusst ist, die nur er hören kann! Fiktion und Realität prallen aufeinander, als der zunehmend bestürzte Harold begreift, was Kay mit ihm vor hat und sich mit Händen und Füßen dagegen zu wehren beginnt. Denn er muss dringend einen Weg finden, wie er das Ende ihres Romans (und sein eigenes) abwenden kann...
Unter der Regie von Marc Forster („Monster's Ball“, „Wenn Träume fliegen lernen“) glänzt Will Ferrell („The Producers“, „Ricky Bobby – König der Rennfahrer“) als widerwillig ferngesteuerter Mann in einer komödiantischen Paraderolle vom Feinsten. An seiner Seite agieren Maggie Gyllenhaal („World Trade Center“, „Mona Lisas Lächeln“), Oscar®-Preisträger Dustin Hoffman („Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“, „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“), Queen Latifah („Chicago“, „Noch einmal Ferien“) und Oscar®-Preisträgerin Emma Thompson („Tatsächlich... Liebe“, „Eine zauberhafte Nanny“) in dieser wunderbar absurden und skurrilen Ensemble-Komödie der Extra-Klasse.
www.schraeger-als-fiktion.de


Jeweils Mittwoch um 20 Uhr im „CinemaxX“ im K3
Eintritt: EUR 4.50, OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Vorverkauf ab Dienstag an der Kinokasse, telefonisch unter HN-9190919 oder unter „www.cinemaxx.de“.

Die Filmtexte entstammen auszugsweise, soweit nicht extra vermerkt, von den Seiten "www.spielfilm.de".

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