Unser Programm Januar - März 2008

Mittwoch, 2.1.2008
Kann das Liebe sein? (Je crois que je l'aime)
F 2007, 90 Min.
Regie: Pierre Jolivet
Darsteller: Sandrine Bonnaire, Vincent Lindon, François Berléand, Liane Foly, Kad Merad
Lucas, ein reicher und allein stehender Geschäftsmann, fühlt sich unwiderstehlich von Elsa angezogen, einer charmanten und renommierten Künstlerin, die eine Keramik-Freske für die Eingangshalle seiner Firma entwerfen soll. Da ihm die Erinnerung an den letzten Liebeskummer immer noch schmerzhaft in den Gliedern steckt, geht Lucas sehr vorsichtig an die Sache heran. Der Privatdetektiv seiner Firma soll herausfinden, weshalb diese schöne junge Frau immer noch solo ist. Mithilfe modernster Spionage-Methoden heftet der sich nun an ihre Fersen und sorgt alsbald für einige Turbulenzen. Denn wehe Lucas, wenn Elsa davon erfährt ...
Eine romantische Liebeskomödie mit viel Witz und Charme mit einer hinreißenden Sandrine Bonnaire.


Mittwoch, 9.1.2008
Als der Wind den Sand berührte (Si le vent soulève le sable)
Belgien/F 2006, 96 Min., FSK: 6, OmU
Regie und Buch: Marion Hänsel
Darsteller: Issaka Sawadogo, Carole Karemera, Asma Nouman Aden
Die Wüste wächst, die endlose Dürre lässt die Brunnen austrocknen. Ihrem Instinkt folgend, ziehen die meisten Bewohner eines afrikanischen Dorfes nach Süden. Nur Dorflehrer Rahne hält das für falsch und geht mit seiner Frau Mouna und seinen drei Kindern nach Osten, obwohl dort Krieg herrscht. Ihre einzigen Besitztümer sind ein paar Schafe, einige Ziegen und Chamelle, das Dromedar. Doch ihr Marsch führt sie unter brennender Sonne direkt in Feindesland.

Mittwoch, 16.1.2008
Sketches of Frank Gehry
USA 2005, 83 Min., OmU
Regie und Buch: Sydney Pollack
Unter Mitwirkung von: Frank O. Gehry, Sydney Pollack, Dennis Hopper, Julian Schnabel, Bob Geldorf, Philip Johnson, Michael Eisner, Eddie Ruscha
Mit „Sketches of Frank Gehry“ beleuchtet der Oscar-Preisträger Sydney Pollack den Menschen hinter den architektonischen Meisterwerken: Eine scharfsinnige und humorvolle Betrachtung einer fremden Welt durch einen Laien – so sieht Pollack sich in diesem Fall erklärtermaßen selbst. Pollack und Gehry, der Regisseur und der Architekt – zwei befreundete Visionäre, denen die eigenen Visionen manchmal ein Rätsel sind. Dabei ist „Sketches of Frank Gehry“ kein Film, worin ein ausführlicher Architekturdiskurs gepflegt wird. Im Gegenteil: Pollacks Fähigkeit, die Schranken architektonischer Theorie zu durchbrechen, erlaubt ihm einen tiefen Einblick in das Leben eines außergewöhnlichen Architekten und seiner einzigartigen baulichen Schöpfungen. Ein einfühlsames Porträt: amüsant, geistreich und unterhaltend.
Frank Gehry gehört zu jenen seltenen Persönlichkeiten von Architekten, die sowohl die Hochachtung der Kritik als auch volkstümliche Zustimmung auf sich vereinigen. Seine Entwürfe verwischen auf geradezu drastische Weise die Linie zwischen Kunst und Architektur. Selbst in der stärksten Ausprägung der Skulpturalität seiner Entwürfe verdunkelt sich nie die Rolle der Funktion. Gehrys Schaffen ist ein sorgfältiger Entwicklungsprozess aus subtiler Vision und Revision, in seinen berühmten Skizzen ebenso wie in seinen Modellen. Der am 28. Februar 1929 in Toronto geborene Frank Owen Gehry gilt als einer der innovativsten Architekturpioniere der Gegenwart.

Mittwoch, 23.1.2008
Das Spiel der Macht (All the King's Men)
USA 2005, 128 Min., FSK: 12
Regie und Buch: Steven Zaillian
Darsteller: Sean Penn, Jude Law, Anthony Hopkins, Kate Winslet, Mark Ruffalo
Der charismatische Südstaatenpolitiker Willie Stark steigt die Karriereleiter immer weiter hinauf und tritt mehr und mehr ins Rampenlicht. Doch dort „oben“ herrschen Korruption und Verrat, ist kein Platz für Idealismus.
Steven Zaillian (Drehbuch-Oscar für „Schindlers Liste“) schrieb basierend auf Robert Penn Warrens Pulitzer-Preis-gekröntem Meisterwerk von 1946 das Drehbuch zu ALL THE KING’S MEN und führte auch Regie. In dem erstklassig besetzten Drama brillieren Oscar-Preisträger Sean Penn („Mystic River“) in der Hauptrolle sowie Jude Law („Hautnah“), Kate Winslet („Vergiß mein nicht!“), James Gandolfini („8mm“), Mark Ruffalo („Collateral“, Patricia Clarkson („Dogville“) und Oscar-Preisträger Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“).

Mittwoch, 30.1.2008
Regisseurin Carolin Otto ist bei uns zu Gast!
Aphrodites Nacht
D 2007, 86 Min., FSK: ohne
Regie und Buch: Carolin Otto
Darsteller: Gisela Schneeberger, Karo Guthke, Christine Adler, Sabrina Khalil u.a.
Hannah hat Geburtstag. Es ist ihr 30. Ihre Freundinnen schenken ihr zu diesem Anlass ein ganz besonderes Essen: Nach der gemeinsamen Vorbereitung der Mahlzeit hat jede der Frauen eine Stunde Zeit, sich einen ihr unbekannten Mann als Tischnachbarn einzuladen.
Das Sammelsurium von Gästen ist bunt gemischt: Toni, die den Abend filmt, bringt einen Dichterpenner mit, Hannah einen Klavier spielenden Taxifahrer, Rita einen Parfümeur, Aurelia Hans, die verflossene Liebe Hannahs.
Wie es sich für ein Geburtstagskind gehört, steht Hannah nach einigen Gesellschaftsspielen schließlich doch im Mittelpunkt. Nicht unbedingt, wie man sich das vorstellt: Ihre Mutter zwingt Hannah durch ihre konsequente Ignoranz, ihr Inneres preis zu geben. Die Vergangenheit mit Mutter und Ex-Liebe kommt ans Licht.
Doch es ist ein Abend der Veränderung, ein Geburtstagsfest der Weiterentwicklung. Erkenntnis, Liebe und Verzeihen als Schlüssel zur eigenen Veränderung.

Mittwoch, 6.2.2008
Verfolgt
D 2006, 87 Minuten
Regie: Angelina Maccarone
Drehbuch: Susanne Billig
Darsteller: Kostja Ullmann, Maren Kroymann, Moritz Grove, Sila Sahin, Ada Labahn, Markus Völlenklee, Stephanie Charlotta
In der leidenschaftlichen Begegnung mit einem sechzehnjährigen Jungen entdeckt Elsa ihre sexuellen Abgründe.
Elsa Seifert, eine erfolgreiche Bewährungshelferin, geht vollständig in ihrer Arbeit auf. Sie lebt mit Raimar, dem Vater der gemeinsamen Tochter Daniela, zusammen. Ausgelöst durch den Auszug der Tochter bekommt Elsas tägliche Routine Risse. Jahrzehntelang bewährte Handlungsabläufe leuchten ihr nicht mehr ein. Stattdessen reagiert sie empfänglich auf alles, was ihr ein neues, intensives Lebensgefühl verspricht.
Als der junge Straftäter Jan ihr neuer Proband wird, sieht sich Elsa seinem unverhohlenen Angebot, sich ihr sexuell zu unterwerfen, ausgeliefert. Sie gerät in einen Sog, dem sie sich nicht entziehen kann. Elsa lässt sich auf das Wagnis mit Jan ein. Beide zelebrieren, inszenieren ihre Sehnsüchte und schaffen so ihren ganz eigenen sexuellen Kosmos. Dabei gerät ihr Leben zusehends aus den Fugen...

Mittwoch, 13.2.2008
Kumbh Mela – Shortcut to Nirvana (Short Cut to Nirvana: Kumbh Mela)
USA 2004, 87 Min., FSK: ohne, OmU
Regie: Maurizio Benazzo, Nick Day
Alle zwölf Jahre versammeln sich bis zu 70 Millionen Pilger zur Kumbh Mela, der höchsten Festivität im Hinduismus und größten menschlichen Zusammenkunft auf diesem Planeten. Rund um den zentralen Schauplatz am Zusammenfluss von Ganges und Yamuna füllen, je nach Schutzpatron, verschieden gefärbte Zeltstädte die Ebenen bis zum Horizont, während Gurus, Yogis, Sadhus und Fakire um Jünger buhlen, wahre Wunder vollbringen und rituelle Waschungen im Strom vornehmen. Auch der Dalai Lama schaut auf eine Predigt vorbei zum im Westen wenig beachteten Supergottesdienst.
Aus über tausend Stunden Filmmaterial schnitten Maurizio Benazzo und Nick Day schließlich diese mit extraordinären visuellen Eindrücken nicht geizende Ethno-Doku.

Mittwoch, 20.2.2008
Hallesche Kometen
D 2005, 83 Min., FSK 6
Regie: Susanne Irina Zacharias
Darsteller: Hanno Koffler, Peter Kurth, Marie Rönnebeck, Max Riemelt, Patrick Güldenberg, Hilmar Eichhorn
Ben ist Anfang 20 und wohnt mit Karl, seinem übergewichtigen, arbeitslosen Vater in einer Plattenbausiedlung in Halle. Bens Traum ist es, eines Tages die Welt zu bereisen und darüber zu schreiben. Aber noch jobbt er als Auslieferer von Prospekten und verfasst nur heimlich fiktive Reiseberichte auf selbst gebastelten Postkarten. Ben hält an der Hoffnung fest, dass sein Vater bald eine neue Arbeit findet, die ihn wieder unter Menschen bringt, und die ihn von seinem Sohn unabhängig macht. Erst dann könnte Ben an seine eigene Zukunft denken. Aber Karls Verweigerungshaltung erzeugt zunehmende finanzielle Schwierigkeiten.
Ben versucht mehr Geld zu beschaffen und gerät dabei in kriminelle Kreise. Als er sich auch noch in Jana verliebt, die aus einem ganz anderen sozialen Umfeld stammt, spitzt sich die Situation immer mehr zu. Ihm wird klar, dass er endlich handeln muss.
„Hallesche Kometen“ wurde auf dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2005 in Saarbrücken mit dem Preis des saarländischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

Mittwoch, 27.2.2008
Hippie Marsala – Für immer in Indien
Schweiz 2006 · 93 Minuten
Regie: Ulrich Grossenbacher
Drehbuch: Damaris Lüthi
mit Robert, Hanspeter, Meera, Cesare und den Zwillingen Erica & Gillian
Ab Mitte der 60er Jahre zogen tausende westlicher Hippies auf der Suche nach Erleuchtung, freien Drogen oder einem ursprünglicheren Leben nach Asien. Indische Bauern vermuteten hinter dieser Wanderbewegung eine Dürre im Westen. Die heiligen Männer spürten darin die Sehnsucht nach Spiritualität. Die meisten Aussteiger reisten nach Monaten oder Jahren wieder in ihre Heimat zurück. Doch einige blieben ...
Cesare aus Sizilien, der als asketischer Yogi in einer Höhle zum Inder wurde. Der Grantler Hanspeter, kiffender Bauer aus dem Emmental, der sich im Himalaya seine eigene Schweiz zimmert. Meera aus Belgien, die als Einsiedlerin am Fluss von Almosen lebt. Der holländische Maler Roland, der nach wilden Jahren indisches Familienglück fand. Und die zwitschernden Designer-Twins Erica & Gillian aus Südafrika, die Goas alte und neue Blumenkinder mit Hippie-Klamotten ausstatten.
Für die Einheimischen werden diese kauzigen Gestalten wohl immer Fremde bleiben. Was blieb von ihren Ausstiegsträumen, da sie ins Alter gekommen sind? Das bewegende Porträt von Menschen, die auf der Flucht vor der westlichen Zivilisation in Indien ein neues Zuhause fanden, führt bildmächtig durch pastorale Ruinenlandschaften auf den Spuren einer aussterbenden Art: den Hippies der 68er-Generation. Ein Glanzstück der visuellen Anthropologie von anrührender Komik!

Mittwoch, 5.3.2008
In Zusammenarbeit mit der VHS Heilbronn
Water
Kanada, Indien, Sri Lanka 2006, 118 Min., FSK: 12
Regie und Buch: Deepa Mehta
Darsteller: Kulbushan Kharbanda, Lisa Ray, Rishma Malik, Seema Biswas, John Abraham, Waheeda Rehman
Benares, 1938: Die achtjährige Chuyia erfährt, dass ihr Ehemann gestorben ist – dabei hatte sie noch nicht einmal realisiert, dass sie zwangsverheiratet wurde. Als Witwe wird sie darum nach streng hinduistischer Tradition in ein Ashram für Witwen abgeschoben. Ihre Haare werden abrasiert, sie darf nur einen weißen Sari tragen und wird von der Gesellschaft wie eine Aussätzige behandelt. Im Ashram trifft sie auf eine Vielzahl von Frauen, die ihr Schicksal teilen – darunter die gläubige Shakuntala, die verbitterte Anführerin Madhumati, die alte Patiraji und die hübsche Kalyani (Lisa Ray), die als einzige lange Haare hat. Der Grund: Sie wird jeweils über den Ganges gebracht, wo sie sich prostituieren muss, um den Ashram zu finanzieren. Doch da verguckt sich der Gandhi-Anhänger Narayana in Kalyani und verspricht, sie zu heiraten. Ein Tabubruch.
„Water“ ist der dritte Film der Elemente-Trilogie von Deepa Mehta: der Fluss, der Regen, die Reinigung und die Erneuerung, Tränen, die Lachen ermöglichen, der innere Kampf der jungen Witwen um ihren Glauben einerseits, ihre persönliche Würde andererseits. Salman Rushdie hat „die fließende Poesie der Bilder“ in „Water“ gelobt. In der Tat sind die musikalisch untermalten Aufnahmen aus dem indischen Leben so prall von Sinnesfreuden und Spiritualität, dass man erleichtert feststellt: Indien ist nicht Bollywood, es ist viel natürlicher, und bleibt für Westler trotzdem ein großes, schönes Geheimnis.

Mittwoch, 12.3.2008
Unter Mitwirkung der Lindenparkschule Heilbronn (Staatliche Schule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte)
Wir sehen voneinander
D 2006, 91 Min.
in deutscher Laut- und Gebärdensprache, jeweils mit Untertiteln
Regie: Lilo Mangelsdorff
mit Familie Samuel, Daniela Happ, Thomas Gold, Katrin Koschollek, Jan M. Kress, Lydia Messer, Fiyori Micael, Prabha Munirathnam, Elke Menges, Anja Gutjahr, Manuela und Constantin Keller
Die Geschichte der gehörlosen Selina lässt uns erahnen, was es bedeutet, sich von der Welt der Stille aus die Welt der Hörenden zu erobern.
Wir begleiten Selinas hörende Eltern ein Stück auf dem Weg, den sie für ihr gehörloses Kind suchen und bekommen einen Einblick in die Kultur und Sprache der Gehörlosen. Wir sehen voneinander alles, was uns zu Ohren kommt ... Eine schöne Lektion für Hörende.
„Wir sehen voneinander erzählt auf unaufdringliche und sensible Weise von der vierjährigen, gehörlosen Selina, die das große Glück hat mit hörenden Eltern aufzuwachsen, die erkennen wie wichtig die Gebärdensprache für ihr Kind ist. Selina ist ein bezauberndes, fröhliches und intelligentes Mädchen. Sie nimmt uns an die Hand und führt uns in ihre Welt. Eine Welt, die überhaupt nicht still ist, sondern bunt und laut und bewegt. Ich habe mir diesen Film sehr gerne angeschaut, weil er Mut macht, das Anderssein des eigenen Kindes zu akzeptieren.“
Caroline Link (Regisseurin von „Jenseits der Stille“)

Mittwoch, 19.3.2008
Still Life (Sanxia haoren)
China, Hongkong 2006, 108 Min., OmU
Regie: Jia Zhang-Ke
Der Bergmann San-ming Han reist in die Stadt Fengjie am Drei-Schluchten-Staudamm des Flusses Yangtze. Er will seine Ehefrau wieder finden, die ihn vor 16 Jahren mit ihrem gemeinsamen Kind verlassen hat. Doch die Straße, in der sie wohnte, ist längst im Wasser untergegangen. Zur gleichen Zeit kommt die Krankenschwester Shen-hong Guo in die Stadt. Auch Sie sucht ihren Ehepartner. Zwei Jahre ist es her, seit sich Bin Guo das letzte Mal bei ihr gemeldet hat, nun will sie ihren Mann zur Rede stellen.
„Still Life“ erzählt am Beispiel zweier Paare, welche Folgen das umstrittene Drei-Schluchten-Staudamm-Projekt am Yangtze für die Menschen hat. Der gigantische Eingriff in die Natur ist eng verwoben mit dem Schicksal einzelner Personen, ihren Empfindungen und Veränderungen. „Still Life“ ist ein ebenso kritisches wie poetisches Kinoerlebnis. Die stimmungsvolle Spielhandlung ist verknüpft mit einer verhaltenen Kritik an der Pekinger Regierung, die die Zukunft des Landes über die Köpfe der Bewohner hinweg plant und gestaltet.
Der chinesische Regisseur Jia Zhang-Ke war mit seinen bisherigen Werken auf allen wichtigen Filmfestivals der Welt vertreten und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. „Still Life“, sein jüngstes Werk, gewann den Goldenen Löwen bei den 63. Filmfestspielen in Venedig und ist sein erster Film, der in Deutschland ins Kino gebracht wird.

Mittwoch, 26.3.2008
Erde und Asche (Khâkestar-o-khâk)
Afghanistan/F 2004, 97 Min., OmU
Regie: Atiq Rahimi
Darsteller: Abdul Ghani, Jawan Mard Homayoun, Walli Tallosh, Guilda Chahverdi, Kader Arefi
Ein alter Mann und sein fünfjähriger Enkel warten an einer staubigen Kreuzung irgendwo in der menschenleeren Weite Afghanistans auf eine Mitfahrgelegenheit. Hinter ihnen liegt das Grauen, die Bombardierung ihres Dorfes, bei der die übrige Familie ums Leben kam – mit Ausnahme des Vaters, der nicht im Dorf war, weil er im Kohlebergbau arbeitet. Ihn wollen Großvater und Enkel jetzt in der Mine besuchen, um ihm die Todesnachricht zu überbringen.
Im bewegenden Schicksal einer Familie werden die Schrecken des Krieges beschworen, aber auch – zuweilen mit einem sehr grimmigem Humor – die Solidarität und der Überlebenswille der Opfer.
Debütfilm des Schriftstellers Atiq Rahimi, der hier seine eigene Novelle von 1996 verfilmt hat.


Jeweils Mittwoch um 20 Uhr im „CinemaxX“ im K3
Eintritt: EUR 4.50, OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Vorverkauf ab Dienstag an der Kinokasse, telefonisch unter HN-9190919 oder unter „www.cinemaxx.de“.

Die Filmtexte entstammen auszugsweise, soweit nicht extra vermerkt, von den Seiten "www.spielfilm.de".

Unsere Aktivitäten werden gefördert durch die Stadt Heilbronn sowie die MFG-Filmförderung Baden-Württemberg.