Unser Programm Januar - März 2004: Schwerpunkt "Bilder aus Westafrika"

Mittwoch, 7. Januar 2004
Das weiße Rauschen
Deutschland 2001, 104 Min., FSK: 12
Regie: Hans Weingartner, Toby Amann
Drehbuch: Hans Weingartner, Toby Amann, Matthias Schellenberg, Katrin Blum
Darsteller: Daniel Brühl, Katharina Schüttler, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig, Michael Schütz, Michael Lentz
Endlich weg aus Rarbach – das sympathische, 21 Jahre alte Landei Lukas zieht nach Köln in die WG seiner älteren Schwester Kati. Mitbewohner Jochen macht erstmal einen Eimer zum Kiffen klar, dann stürzt man sich ins Nachtleben.
Doch den Anforderungen des Großstadtlebens scheint Lukas nicht gewachsen zu sein: Nachdem er auf einem Psycho(Pilz)-Trip hängen bleibt, beginnt er, plötzlich Stimmen zu hören. Und er fühlt sich verfolgt. Lukas schließt sich in sein Zimmer ein und macht merkwürdige Experimente. Seine Schwester versucht, ihn aus dem Wahnsinn herauszuholen. Lukas' Kampf gegen die Stimmen in seinem Kopf führt ihn schließlich bis an die spanische Meeresküste.
Notizen also aus dem Leben eines jungen Schizophrenen: Hans Weingartners Kinodebüt „Das weiße Rauschen“ ist ein knallharter Brocken, weil es der Wahrheit quälend nahe kommt. Daniel Brühl brilliert in dem auf Videomaterial gedrehten Film mit einer preisgekrönten Darbietung.
Weingartner, der auch das Drehbuch zu „Das weiße Rauschen“ schrieb, bezieht den Zuschauer stets mit in die Geschichte ein, macht ihn zum Zeugen, Angehörigen und Freund des Kranken – und impliziert damit die Gretchenfrage: Wie lebt es sich mit einem Menschen, der die reale Welt in seinem Kopf verlassen hat und seinen Mitmenschen die von ihm als real empfundenen Hirngespinste überstülpen will? Den Mut, sich dieser Frage wenigstens für kurze Zeit im Kinosaal zu stellen, wünscht man dem aufgeschlossenen Publikum.

Mittwoch, 14. Januar 2004
Concert for George – A Celebration of the Live and Music of George Harrion
Regie: David Leland
Mitwirkende: Eric Clapton, Sir Paul McCartney, Ringo Starr, Joe Cocker, Sam Brown, Jools Holland, Tom Petty and the Heartbreakers, Jeff Lynne , Billy Preston, Joe Brown, Ravi Shankar, Sir George Martin
„George kept a relationship with everybody on that stage…
It was so great to be around all those. We could laugh and cry about different moments in our lifes with George.” (Ringo Starr). Die engsten musikalischen Freunde und Wegbegleiter versammelten sich zu einem Konzert in London, um ihrem Musiker-Freund zu gedenken. Tatsächlich wurde diese Veranstaltung zu einem ganz besonderen Ereignis, bei dem etwas gelang, was oftmals sehr schwer ist: Ein Konzert anlässlich des 1. Todestages eines zur Legende gewordenen Musikers trotz großen Staraufgebots zu einem solch eindrucksvollen und doch zugleich so „normalen“ Event werden zu lassen! Überragende Musiker verschiedener Generationen gedachten mit sehr persönlichen Empfindungen ihres Gefährten. Sie taten dies in einer eleganten Wärme und Verbundenheit – ohne Schwülstigkeit, ohne peinliche Selbstdarstellungen, ohne die für eine solche Veranstaltung üblicherweise vorgetragene Betroffenheit, mit einer Ehrlichkeit, die tief ergreifend ist.
Das Konzert wurde ein Jahr nach George Harrisons tragischem Tod aufgenommen und ist d i e Hommage an das Mitglied der „Fab Four“. Organisator des zweieinhalbstündigen Events in der Royal Albert Hall in London war Eric Clapton.

Mittwoch, 21. Januar 2004 „Bilder aus Westafrika“
TGV Express
Frankreich 1998, 86 Min., FSK: 6, OmU
Regie: Moussa Touré
Drehbuch: Alain Choquart, Moussa Touré
Darsteller: Bernard Giraudeau, Oumar Diop Makena, Al Hamdou Traore, Philippine Leroy-Beaulieu
„Der französische Superzug TGV würde nie und nimmer in Afrika so schnell ans Ziel kommen wie der poppig bemalte Bus gleichen Namens“ – behauptet sein Fahrer Rambo. Wieder einmal fliehen Einwohner einer ganzen afrikanischen Region vor Rebellen. Kurz vor der Abfahrt aus Dakar in Senegal rät das Militär Rambo, von seiner Linienfahrt nach Conakry in Guinea abzusehen, seine Route sei unsicher. Alle Wege führen nach Conakry – behauptet Rambo und ist fest entschlossen, seine Passagiere ans Ziel zu befördern. Es sind nicht mehr viele geblieben im ursprünglich überfüllten TGV. Die Reise beginnt.
„TGV-Express“ ist ein ungemein buntes und spannendes Road-Movie, eine gelungene Mischung aus Komödie und Melodram, untermalt mit der wunderbaren Musik von Wasis Diop. Der Bus fährt durch ein Kriegsgebiet und transportiert dabei einen Mikrokosmos der senegalesischen Gesellschaft:
An Bord sind u.a. zwei miteinander wettstreitende Marabuts (Medizinmänner), ein Hasch rauchender Kleinkrimineller, ein Bauer, auf dem Weg, seine fünfte Frau zu heiraten, eine Frau, die ihren Mann verlassen hat, weil er eine zweite Frau heiratete. Mit dabei auch eine unbekannte Schöne, auf die der ebenso energische wie charmante Fahrer Rambo sofort ein Auge geworfen hat.
Unterwegs wird dann noch ein geschasster Finanzminister mit Frau und Handy aufgelesen, der zu nichts anderem taugt und deswegen ein anderes politisches Amt bekommen „muss“. Und zu guter Letzt steigt noch ein Ethnologen-Paar dazu. Arrogant weist der Professor anhand der historischen Landkarten den Weg, „weil sich in den letzten 600 Jahren nicht viel verändert hat“, und führt die Reisegesellschaft in eine Sackgasse! Eines hat sich aber tatsächlich seit Alters her nicht verändert: Der Konflikt zwischen Islam und Naturreligionen.
Der Film kann als Allegorie auf den Auf- und Umbruch der afrikanischen Gesellschaft gelesen werden: Martialisches Festhalten an Traditionen auf der einen und Verlust der Wurzeln auf der anderen Seite. Probleme mit der Polygamie, Komplizenschaft von Politikern und religiösen Führern. Und vielleicht sollten Weiße aufhören, Afrikanern den Weg weisen zu wollen?
Man kann den Film als Allegorie lesen – man kann sich aber auch einfach großartig amüsieren. Denn „TGV-Express“ hat viel zu bieten: Ein interessantes Ensemble gut gezeichneter Figuren (durchweg hervorragend gespielt), köstlichen Humor und Pragmatismus (Autoreparatur mit Kaugummi!), die wunderbaren Landschaftsaufnahmen und nicht zuletzt die tolle Musik.
Ein Highlight des afrikanischen Kinos!

Mittwoch, 28. Januar 2004
Ten Minutes Older – The Cello
Deutschland etc. 2003, 109 Min
Regie: Bernardo Bertolucci, Mike Figgis, Jiri Menzel, István Szabó, Claire Denis, Volker Schlöndorff, Michael Radford, Jean-Luc Godard
Wie in „Ten Minutes Older – The Trumpet“ sind auch in ... – The Cello jeweils zehnminütigen Filme zu sehen, die sich dem Thema Zeit auf ganz individuelle Art und Weise widmen:
HISTOIRE D’EAUX von Bernardo Bertolucci: Ein Fantasiestück über einen kleinen Moment, der zur Ewigkeit wird – aus Zerstreutheit, Mutwillen, Leichtsinn oder was der möglichen Gründe mehr sind.
A STAIRCASE – ABOUT TIME 2 von Mike Figgis: Ein Film über die Diskontinuität der Erinnerung. Er erforscht Vergangenheit und Zukunft durch die Gegenwart.
ONE MOMENT von Jirí Menzel: Eine Zehn-Minuten-Passage, so als blättere man in einem Fotoalbum, durch das Leben und die Karriere des tschechischen Schauspielers Rudolf Hrus&Mac255;Ínsk‡.
TEN MINUTES AFTER von István Szabó: Die Verwirklichung eines Traums: einen Film in einer einzigen Einstellung zu drehen.
VERS NANCY von Claire Denis: Ein schwarz-weißes Kammerstück in einem Zugabteil während der Fahrt. Was Gefühl und Stil betrifft eine zugeneigte, aber auch ironische Verbeugung vor dem Stil der Nouvelle Vague.
ENLIGHTENMENT von Volker Schlöndorff: Die Sicht einer alten und weisen Stechmücke auf die Rätselhaftigkeit der Zeit. Je gründlicher sie die Zeit betrachtet, desto ferner rückt sie ihr: lustvolle Ratlosigkeit.
ADDICTED TO THE STARS von Michael Radford: Ein Science-Fiction-Film über die Relativität des Zeitempfindens.
DANS LE NOIR DU TEMPS von Jean-Luc Godard: Ein melancholischer Essay aus bereits existierenden, zum Teil stark bearbeiteten und verfremdeten Filmsequenzen. Ein Sinn-Gedicht von provozierender Schönheit.

Mittwoch, 4. Februar 2004
The Big One
USA 1997, OmU
Regie und Drehbuch: Michael Moore
Darsteller: Michael Moore, Steve Forbes, Robert Dornan, Richard Jewell, Bill Clinton, Rick Nielsen
Our intrepid defender of the working man, Michael Moore, documents his 1996 „Downsize This!“ book tour across the USA. Shot on-the-cheap with a video camera, we once again watch our hero interview the working man at yet another plant closing, while also trying to get past corporate security guards to interview the millionaire.
Summary: A must see for anyone interested in what really is going on in the USA.

Mittwoch, 11. Februar 2004 „Bilder aus Westafrika“
African Blues (AFRICAN BLUES – JE CHANTERAI POUR TOI)
Frankreich 2002, 76 Min.,, OmU
Regisseur: Jacques Sarasin
Drehbuch: Jacques Sarasin
Darsteller: Boubacar Traouré, Ali Farka Touré, Ballaké Sissoko, Mamadou Sangaré
Boubacar Traouré ist wieder ein Star.
In den 60er Jahren lauschten die Menschen in Mali jeden Morgen seiner melancholischen Stimme im Radio. Er sang von der Unabhängigkeit seines Landes und ermutigte seine Landsleute zurückzukehren, um die Heimat wieder aufzubauen. „KarKar“ nannten sie ihn, „schwarze Jacke“, und jeder Malinese seiner Generation erinnert sich daran, zu seinen Hits „Mali Twist“ und „Kayes Bar“ getanzt zu haben.
Mit dem frühen Tod seiner geliebten Frau Pierrette änderten sich sein Leben und seine Musik. Der frühere „afrikanische Elvis“ erfand für sich in sehr persönlichen Liedern den African Blues, trat aber nicht mehr öffentlich auf, verdiente als Kleinhändler und Bauarbeiter mühsam seinen Lebensunterhalt – bis ein begeisterter Musikproduzent den fast verschollenen Künstler aufspürte und zurück in die Öffentlichkeit brachte.
Mit Konzerten und neuen Aufnahmen ist der wieder entdeckte Boubacar Traouré jetzt populärer als je zuvor. Für seine treuen Fans ist er ohnehin nie fort gewesen.

Mittwoch, 18. Februar 2004
Amadeus – Director’s Cut
USA 1984, 158 Min.
Regie: Milos&Mac255; Forman
Drehbuch: Peter Shaffer
Darsteller: Jeffrey Jones, Simon Callow, F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge, Roy Dotrice, Charles Kay, Jonathan Moore, Patrick Hines, Lisabeth Bartlett, Christine Ebersole, Barbara Bryne, Martin Cavina, Roderick Cook, Milan Demjanenko
„Amadeus“ wurde im „Director’s Cut“ um 20 Minuten Handlung, Musik und Sound erweitert, die in der originalen Kinoversion von 1984 nicht zu sehen und zu hören waren.
In einer Novembernacht des Jahres 1823 schreit ein verwirrter alter Mann von seinem Fenster aus ein grausiges Geständnis über die Stadt Wien: „Vergib mir, Mozart, vergib deinem Mörder.“ Sekunden später versucht er, sich das Leben zu nehmen. Durch die verschneiten Straßen bringt man ihn eilends ins Krankenhaus. Einige Wochen später bekommt er in seinem Einzelzimmer Besuch vom Kaplan der Anstalt, Pater Vogler. Ganz offensichtlich verachtet der alte Mann den Priester, aber dennoch drängt es ihn zu beichten: Eine Nacht lang erzählt er aus seinem Leben.
Der Alte ist Antonio Salieri, einst der berühmteste Musiker Wiens. Doch plötzlich erscheint einer, der seinen Status gefährdet: Wolfgang Amadeus Mozart. Schon als sechsjähriges Wunderkind wurde Mozart von seinem dominanten Vater durch ganz Europa geschleift, um mit seinen musikalischen Kunststücken den Adel zu unterhalten. Der inzwischen 26-Jährige ist allerdings längst kein Zirkusaffe mehr. Er hat den Ehrgeiz, sein Talent als Komponist zu beweisen. Salieri erfährt, dass Mozart mit einem Konzert im Palast des Erzbischofs von Salzburg eigene Werke vorstellen wird. Saleri lauscht – diese Nacht verändert sein Leben.
Mozart ist nicht nur eine alberne, anstößige Person – schlimmer noch: Salieri hört Musik (ein Adagio aus der Bläserserenade für 13 Instrumente) wie er sie schöner noch niemals vernommen hat. Offensichtlich hat Gott nicht ihn zum Favoriten erkoren, sondern einen gackernden, hässlichen kleinen Angeber. Salieri gelobt, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um Gottes fleischgewordenes Genie – Mozart – zu ruinieren.
Milos Formans mit acht „Oscars“ dekorierter Dreistünder im jetzt vorliegenden „Director's Cut“ ist ein Academy Awards-Film wie er im Buche steht. Zwischen den Polen klassisch und konventionell findet sich hier alles, was die Oscargesellschaft schätzt.
Das Epos über das tragische Musikgenie bleibt dadurch auch weiterhin ein faszinierendes, hervorragend erzähltes Drama mit überaus langem Atem, das vor allem im Detail seine kritischen Seiten offenbart.

Mittwoch, 25. Februar 2004
Aus heiterem Himmel (TAN DE REPENTE)
Argentinien 2002, 94 Min., OmU
Regie: Diego Lerman
Drehbuch: Diego Lerman, César Aira, María Meira
Darsteller: Tatiana Saphir, Carla Crespo, Veronica Hassan, Beatriz Thibaudin, María Merlino, Marcos Ferrante, Laura Mantel
Die dickliche argentinische Unterwäsche-Verkäuferin Marcia führt eine freudlose Existenz in der Großstadt. Doch eines Tages wird sie auf offener Straße von den lesbischen Punkerinnen Mao und Lenin angesprochen. Mao erklärt, sie sei in Marcia verliebt und möchte Sex mit ihr haben. Die heterosexuelle Marcia weigert sich, doch die beiden lassen nicht locker.
Mao und Lenin verschleppen das unförmige Mädchen ans Meer und wecken dabei schlummernde Sehnsüchte. Ihre Reise führt die drei ungleichen Frauen weiter, tief hinein in die Provinz, wo uralte Frauen Hühner füttern, Schnaps trinken und Kette rauchen. Wechselnde Landschaften, absurde Situationen und die Begegnung mit unvergesslichen Menschen lassen eine Rückkehr in den Alltag in immer weitere Ferne rücken.


Mittwoch, 3. März 2004
Elefantenherz
Deutschland 2002, 90 Min., FSK: 12
Regie: Züli Aladag
Drehbuch: Jörg Tensing, Marija Erceg
Darsteller: Jochen Nickel, Manfred Zapatka, Erhan Emre, Daniel Brühl, Jana Thies
Marko Stemper hat es nicht leicht. Mit seiner Familie lebt er in einer Hochhaussiedlung am Rande von Duisburg, der Vater ist Alkoholiker, tyrannisiert mit seinen Exzessen Mutter und Schwester. Anerkennung findet Marko nur im Boxsport, seiner großen Leidenschaft. In seinem Verein ist der 19-Jährige der talentierteste Amateurboxer. Sein Manko: Marko ist kein Techniker, seine Gegner prügelt er im Ring schlichtweg nieder. Zum Glück hat er Bülent, seinen besten Kumpel. Mit ihm trainiert er fast täglich. Gemeinsam träumen sie von einer Zukunft als Profiboxer. Eines Tages bietet ihm Gerd Hermsbach, eine lokale Halbweltgröße, die Profikarriere an. Marko sieht darin seine Chance, dem familiären Elend zu entkommen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Zerrissen zwischen dem Druck Hermsbachs und seiner zerrütteten Familie droht Marko erneut auf der Strecke zu bleiben. Trotz Niederlagen versucht er, seinen eigenen Weg zu finden und erfährt die Wahrheit über ein lange gehütetes Geheimnis.

Mittwoch, 10. März 2004
Stille Liebe (AMOUR SECRET)
Schweiz 2001, 90 Min., OmU
Regie: Christoph Schaub
Drehbuch: Christoph Schaub, Peter Purtschert
Darsteller: Wolfram Berger, Emmanuelle Laborit, Lars Otterstetd, Renate Becker, Renate Steiger, Roeland Wisnekker, Michael Neuenschwander
Um ihre Arbeit in einem Obdachlosenheim zu leisten, muss die gehörlose Nonne Antonia (27) täglich mit dem Zug vom Kloster in die Stadt fahren.
Sie trifft auf Mikas (30). Eine neue, spannende Welt tut sich für Antonia auf, denn Mikas ist wie sie gehörlos. Die beiden, die so unterschiedlich sind, können sich in ihrer gemeinsamen Sprache – in der Gebärdensprache – unterhalten.
Antonia und Mikas verlieben sich. Antonia weiß jedoch nicht, dass Mikas nur vorgibt, ein Zirkus-Artist zu sein. Er ist nur in die Schweiz gekommen, um Geld als Taschendieb zu beschaffen.

Mittwoch, 17. März 2004 „Bilder aus Westafrika“
Le Prix de Pardon
Frankreich/Senegal 2001, 90 Min., OmU
Regie: Mansour Sora Wade
Drehbuch: Mansour Sora Wade, Mbissane Ngom
Darsteller: Gora Seck, Rokhaya Niang, Hubert Kounde, James Campbell, Alioune Ndiaye, Nar Sene, Thierno Ndiaye Doss, Dieynaba Niang
Die Lebu, ein kleines Fischervolk, leben an der südlichen Atlantikküste des Senegal. Das Meer ist alles, was sie zum Leben brauchen. Doch seit langer Zeit schon liegt ein eigenartiger dichter Nebel über dem Wasser, behindert die Fischer und bedroht so die Zukunft des Dorfes.
Die Gebete des Marabut, des im Sterben liegenden Wunderheilers, können das Verhängnis nicht beseitigen. Erst sein Sohn Mbanik wagt es, sich dem Fluch der Geister entgegenzustellen, und bringt die Sonne zurück ins Dorf. Mit dieser Tat erobert er zugleich die Liebe der schönsten Frau im Dorf, Maxoy, sehr zum Unwillen seines Freundes Yatma, der ebenfalls in Maxoy verliebt ist.
Rasend vor Eifersucht versucht Yatma, seinen Rivalen auszustechen und geht dafür bis zum Mord. Doch dafür zahlt er einen hohen Preis.

Mittwoch, 24. März 2004
Wolfsburg
Deutschland 2002, 93 Min.
Regie: Christian Petzold
Drehbuch: Christian Petzold
Darsteller: Antje Westermann, Benno Fürmann, Nina Hoss, Stephan Kampwirth, Matthias Matschke, Astrid Meyerfeldt, Florian Panzner, Soraya Gomaa, Martin Müseler, Anna Priese, André Szymanski, Peter Kurth, Simone v.Zglinicki, Margarita Broich, Sven Pippig
Auf einem asphaltierten Feldweg, der den Einheimischen als Abkürzung nach Wolfsburg dient, überfährt der Autohändler Phillip Wagner, während er am Telefon mit seiner Verlobten streitet, ein Kind. Er sieht den Körper des Jungen im Rückspiegel.
Aber er steigt nicht aus. Er begeht Fahrerflucht. Und er scheint Glück zu haben: Der Junge erwacht wieder aus dem Koma und ein anderes Fahrzeug als Phillips wird polizeilich gesucht.
Phillip Wagners Leben geht weiter. Es scheint sogar, als ob ihm dieses bisherige Leben nun erhaltenswert sei: Er fährt mit seiner Verlobten in den Urlaub.
Während seiner Abwesenheit stirbt das Kind. Laura, die Mutter, zerbricht und macht sich auf die Suche nach dem Täter.
Sie zieht von Schrottplatz zu Schrottplatz, von Werkstatt zu Werkstatt und findet keine Spur. Schließlich begegnet sie zufällig Phillip. Er bemüht sich um Laura und gibt ihr Halt.

Mittwoch, 31. März 2004
Mein Leben ohne mich (MY LIFE WITHOUT ME)
Spanien/Kanada 2003, 100 Min., FSK: 6
Regie: Isabel Coixet
Drehbuch: Isabel Coixet
Darsteller: Sarah Polley, Alfred Molina, Julian Richings, Amanda Plummer, Mark Ruffalo, Scott Speedman, Deborah Harry, Leonor Watling, Maria de Medeiros, Jessica Amlee, Kenya Jo Kennedy, Sonja Bennett
Die 23-jährige Ann (Sarah Polley) jobbt nachts als Reinigungskraft in der Uni. Sie lebt mit ihrem arbeitslosen Ehemann (Scott Speedman) und zwei Kindern in einem Wohnwagen auf dem Grundstück ihrer verbitterten und ewig missgelaunten Mutter (Deborah Harry). Ihr Vater sitzt im Knast.
Doch Anns trübseliger Alltag wandelt sich komplett: Trotz einer erschütternden Diagnose ihres Arztes spürt sie plötzlich neue, ungeahnte Lebenslust.


Jeweils Mittwoch um 20 Uhr im „CinemaxX“ im K3
Eintritt: EUR 4.50, OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Vorverkauf ab Dienstag an der Kinokasse, telefonisch unter HN-9190919 oder unter „www.cinemaxx.de“.

Die Filmtexte entstammen auszugsweise, soweit nicht extra vermerkt, von den Seiten "www.spielfilm.de".

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